BZÖ Huber: Die Heuschrecken von Raiffeisen sind in Tirol gelandet

50 Millionen Euro Schuldenwirtschaft der Tirol Milch muss aufgeklärt werden

Wien (OTS) - "Mit der gestrigen Entscheidung der Delegierten, die zum Großteil Parteimitglieder der ÖVP und damit parteiabhängig sind, hat es Raiffeisen geschafft, die Tirolmilch zu vereinnahmen und der ÖVP Tirol zu zeigen wer im Land wirklich über die Zukunft der Tiroler Milchbauern und den Mitarbeitern der Tirol Milch bestimmt", so BZÖ-Agrarsprecher Abg. Gerhard Huber.
Huber: "Die Heuschrecken von Raiffeisen, jenem Konzern, der jährlich 600.000 Tonnen gentechnisch veränderte Futtermittel in Form von Soja nach Österreich importiert, bestimmt in Zukunft über die Qualität der Tirol Milchprodukte und somit auch über die Zukunft der Tiroler Landwirtschaft - und die ÖVP feiert."

"Es ist ein Skandal, dass im Gegensatz zu den Arbeitsplätzen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Tirol Milch und den Existenzen der Tiroler Milchbauern, nur die berufliche Zukunft von Obmann Lindner zählt, der maßgeblich an der Misswirtschaft der Tirol Milch beteiligt ist, abgesichert ist und der mit einem fürstlichen Gehalt in den Vorstand der Berglandmilch einziehen wird." kritisiert Huber. "Das ist typisch ÖVP Landwirtschaftpolitik! Bauern verkauft, Mitarbeiter der Molkerei verunsichert - Pfründe abgesichert!"

"Dass es sich bei der Tirol Milch um Unternehmen handelt, das in den letzten Jahren vom Land Tirol Zuwendungen in der Höhe von 22,7 Millionen Euro bekommen hat und trotzdem Schulden in der Höhe von 50 Millionen Euro - nach einer fragwürdigen Standortschließung in Innsbruck - erwirtschaftet hat, interessiert plötzlich niemanden mehr und wird von der ÖVP professionell unter den Tisch gekehrt, um sich einer Frage der politischen Verantwortlichkeit zu entziehen", erinnert Huber.

"Warum hat das Land Tirol als Subventionsgeber tatenlos zugesehen, wie die Tirol Milch Schulden in der Höhe von 50 Millionen Euro erwirtschaftet hat, ohne rechtzeitig die Bremse zu ziehen und die Manager, die dafür verantwortlich sind, sofort zu entlassen? Hat das Land Tirol einem Unternehmen, das bereits kurz vor der Pleite gestanden ist, noch fahrlässig Subventionsgelder ausbezahlt und warum? Profitiert Raiffeisen von den Subventionsgeldern und wer bezahlt tatsächlich die 50 Millionen Euro Schulden der Tirol Milch, wenn nicht die Milchbauern selber?" sind nur einige brennende offene Fragen, die Huber beantwortet haben will.

"Die Tirolerinnen und Tiroler haben ein Anrecht zu wissen, wer für die Misswirtschaft der Tirol Milch und dem traurigen Ende des einstigen Tiroler Paradeunternehmens mit dem Verkauf an Raiffeisen verantwortlich ist und wie es sein kann, dass es keine persönlichen Konsequenzen für hochdotierte Manager und für mitveranwortliche Landespolitiker gibt!
Ich fordere daher Platter und Steixner aber auch die Manager der Tirol Milch auf, schon vor der Genehmigung der unheiligen Allianz zwischen Tirol Milch und Berglandmilch durch die Kartellbehörde für die notwendige Transparenz zu sorgen. Dazu gehört auch, dass das Geschäftsgebaren des Unternehmens in den letzten Jahren von einem unabhängigen Wirtschaftsprüfer überprüft wird, zum Wohle der Tiroler Milchbauern, der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Tirol Milch und vor allem zum Wohle der Konsumenten", verlangt Huber.

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