Aubauer: An "Kinderregress" bei Pflege braucht niemand auch nur zu denken!

Medien berichten erneut von Unverbesserlichen! Kinderregress wäre Rückschritt ins Pflege-Steinzeitalter!

Wien (OTS) - "Wie wir heute erneut den Medien entnehmen müssen, gibt es weiterhin unverbesserliche Politiker/innen, die für die Finanzierung der Pflege an die Wiedereinführung des "Kinderregress" denken. Bekanntlich ist vor allem der steirische Wahlkämpfer Voves ein großer Anhänger dieser Ungerechtigkeit. Von unserer Stelle aus ist die Botschaft klar: Gar nicht erst daran denken! Wir werden mit aller Kraft dagegen ankämpfen", erklärt Mag. Gertrude Aubauer, Bundesobmann-Stellvertreterin des Österreichischen Seniorenbundes und ÖVP-Seniorensprecherin im Nationalrat.

"Es ist unverantwortlich, wenn Kinder von Pflegebedürftigen - die oft gerade selbst damit beschäftigt sind ihre kleine Familie zu gründen - zu Kasse gebeten werden. Und es führt zu unerträglichen Situationen: denn viele Ältere trauen sich dann nicht, einen Heimplatz in Anspruch zu nehmen, weil sie ihren Kindern nicht finanziell zur Last fallen wollen", so Aubauer zu den Beweggründen für ihre Ablehnung.

Der Seniorenbund hatte jahrelang für die Abschaffung dieser Ungerechtigkeit in ganz Österreich gekämpft, hatte sich 2008 endlich durchsetzen können. "In diesem Punkt ist von unserer Seite entschiedener Widerstand zu erwarten. Vor allem in der Steiermark -wo dieser Vorschlag am häufigsten ventiliert wird - haben wir mit unserem Landesobmann Gregor Hammerl einen Sozialexperten im Landtag, der alles daran setzen wird, die Wiedereinführung des Kinderregress zu verhindern", ist Aubauer froh, auf ihren Kollegen in der Steiermark zählen zu können.

"Ja, wir werden in den kommenden Jahren mehr Geld für Pflege benötigen. Aber ausgerechnet die jungen Menschen werden das sicher nicht bezahlen - die haben schon genügend andere Sorgen. Wir schlagen einen Pflegefonds vor, finanziert aus Vermögenszuwachssteuern. Und wir sagen ausdrücklich: Kein neues Geld für alte Strukturen! Ohne Reform der Pflege-Strukturen werden wir nicht auskommen. Es ist den Menschen nicht mehr zuzumuten, dass weiterhin Unsummen in intransparenten Strukturen versickern - dass zB weiterhin 280 verschiedene Stellen für die Pflegegeld-Administration zuständig sind ist unerträglich", so Aubauer abschließend.

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