"KURIER"-Kommentar von Karin Leitner: "In der Endlosschleife"

Wie groß muss der Druck noch werden, damit in der Verwaltung etwas passiert?

Wien (OTS) - Es ist bemerkenswert. Da dekretieren
Ländervertreter, man möge sich im Bund personell bescheiden - und gleichzeitig wird publik, dass sie sich in den vergangenen Jahren noch höher verschuldet haben als der Bund (siehe Bericht Seite 4). Ihnen vorzuwerfen, nicht haushalten zu können, wäre billig. Länder und Gemeinden haben immer mehr zu leisten - die Ausgaben für die Pflege steigen wegen der Überalterung rasant, die Mindestsicherung muss gezahlt werden, Kindergärten und Pflichtschulen sind zu erhalten.
Ebenso billig ist es allerdings, angesichts der eigenen Situation dem Bund zu sagen, wo er sparen soll. Dieses Hirnschmalz ist in eigener Sache zu verwenden. Wobei solches ja gar nicht nötig wäre. Wo etwas zu holen ist, ist seit Langem bekannt: Die Schulbürokratie ist anachronistisch; statt Spitäler zu schließen oder umzuwidmen, werden nach wie vor welche in unmittelbarer Nachbarschaft gebaut. Das sind die Kostentreiber.
Als die Wirtschaftskrise begann, postulierten Politiker hie wie dort, nun werde über eine Verwaltungsreform nicht mehr geredet, jetzt werde sie gemacht. Schließlich sei der finanzielle Druck, den Staat zu entschlacken, noch nie so groß gewesen.
Worauf wird also gewartet? Auf den Überdruck?

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