Pilz: Hebammen-Skandal im AKH vor Sonder-Gesundheitsausschuss

"Wehesely darf sich nicht weiter aus der Verantwortung stehlen"

Wien (OTS) - "Der Skandal rund um die Hebammen und ihre Arbeitssituation im Wiener AKH gehört jetzt endlich auf eine politische Ebene gehoben. Die heutige Schließung der Kreißsäle ist beispiellos und stürzt die betroffenen Frauen in große Probleme und Verunsicherung. Deshalb werde ich morgen eine außerordentliche Sitzung des Gesundheitsausschusses im Wiener Gemeinderat verlangen. Ich gehe davon aus, dass alle Fraktionen dieses Ansinnen unterstützen werden, denn: Es brennt der Hut", erklärte die Gesundheitssprecherin der Grünen Wien, Sigrid Pilz angesichts der sich weiter verschärfenden Situation.

"Die Geburtshilfe im AKH ist ein Perinatalzentrum und versorgt die schwierigsten Geburten in Ostösterreich. Die Transferierung der werdenden Mütter und das Abweisen von Geburten birgt ein erhebliches gesundheitliches Risiko. Den Ärzten und den Hebammen im AKH ist hier sicher kein Vorwurf zu machen. Sie handeln entsprechend den Gesetzen, wonach bei jeder Geburt eine Hebamme anwesend zu sein hat. Nachdem dies nicht gewährleistet ist, würde der weitere Betrieb der Kreißsäle die Gefahr der Einlassungsfahrlässigkeit heraufbeschwören", sagte Pilz. "Ich sehe hier Gesundheitsstadträtin Wehsely in der Verantwortung: Die Zustände im AKH sind ihr seit 2007 bekannt. Im Ausschuss wird Wehsely sich rechtfertigen müssen, warum sie die Hebammen im Stich gelassen hat. Ihr weiteres Schweigen ist inakzeptabel."

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