Klasnic-Kommission: Erste zehn Entschädigungen beschlossen

Mittlerweile vierte Sachverhaltsdarstellung an die Staatsanwaltschaft

Wien, 21.09.10 (KAP) Die Unabhängige Opferschutzanwaltschaft unter der Leitung von Waltraud Klasnic hat erste Entschädigungen in zehn Fällen beschlossen. Es handle sich dabei um Fälle in allen vier von der Opferschutzkommission eingerichteten Kategorien, teilte Klasnic nach der Sitzung der Kommission am Dienstag mit. Die Therapien für die Opfer kämen zusätzlich hinzu, so Klasnic. Auch eine weitere -mittlerweile die vierte - Sachverhaltsdarstellung an die Staatsanwaltschaft gibt es. In den vergangenen Wochen hat es zudem einen Zuwachs an Opfer-Meldungen gegeben: Mittlerweile hat sich die Kommission bereits mehr als 500 Opfern angenommen.

Für die Sitzung am Dienstag seien konkret 15 Fälle vorbereitet worden; zehn davon seien beschlossen und einer einstimmig nicht angenommen worden, bestätigte Klasnic. Details zu den Entschädigungen gab die Leiterin nicht bekannt, wies aber darauf hin, dass es sich bei allen Fällen nach staatlichem Recht um verjährte Fälle handelt. Mit den beschlossenen Summen liege man über den staatlichen Sätzen.

Klasnic bat erneut mögliche weitere Opfer, sich rasch zu melden, damit die Kommission einen Überblick bekomme. Man sei sich aber bewusst, dass es für die Opfer ein "Riesenschritt" sei, sich zu melden. Die Kommission wolle gemeinsam mit den Betroffenen rasch die nächsten Schritte gehen. Die Entschädigungszahlungen reichen von 5.000 bis 25.000 Euro, in "extremen Einzelfällen" auch mehr.

O-Töne von Waltraud Klasnic sind in Kürze unter www.katholisch.at/o-toene abrufbar.

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