VP-Cortolezis-Schlager zu Wiener FE-Aktivitäten: Wien als Zentrum für Urban Future in Europa "neu" positionieren

Stadträtin Brauner siedelt Spitzenforschungsinsitut in eine renovierungsbedürftige Volksschule

Wien (OTS) - "Über 50 Prozent der Bundesforschungsmittel erhält die Stadt Wien. Wien liegt jedoch, was den Output betrifft, im Bundesländervergleich weit zurück und erfüllt nicht einmal seine vertraglichen Verpflichtungen", so die Reaktion von ÖVP Wissenschaftssprecherin NRAbg. Katharina Cortolezis-Schlager auf die heutigen Aussagen seitens der Wiener SPÖ im Rahmen des Bürgermeister Pressegesprächs.

Die Wissenschaftssprecherin Cortolezis-Schlager erinnert etwa daran, dass Wien vertraglich zugesichert habe, dem Institut für Hochenergiephysik, einer Forschungseinrichtung der Akademie der Wissenschaften, ein Gebäude nach modernstem Standard zur Verfügung zu stellen. Dieses international anerkannte Spitzeninstitut im Physikbereich wurde von der Stadt Wien jedoch in eine alte Volkschule im 5. Bezirk einquartiert. "Und das nennt Bürgermeister Häupl eine moderne, international konkurrenzfähige Forschungsinfrastruktur! Spitzenleistung kann nicht in alten Volksschulen passieren, die Stadt Wien hat das vertraglich zugesicherte Gebäude zur Verfügung zu stellen, der Bund kümmert sich um die Ressourcen für Wissenschaftler", so Cortolezis-Schlager.

Wien nutzt Potential von Hochschulen und außeruniversitären Forschungseinrichtungen kaum

"Die Stadt Wien besitzt durch eine Vielzahl an Universitäten und außeruniversitären Forschungseinrichtungen ein enormes Potential für Spitzenforschung, betont die VP-Wissenschaftssprecherin. Genutzt werde dies freilich in viel zu geringem Ausmaß. So hätte beispielsweise in Zusammenarbeit der verschiedenen Fakultäten der Universität Wien und außeruniversitärer Institute wie der Akademie der Wissenschaften oder des Sprachenzentrums längst ein Exzellenzcluster zum Spracherwerb entstehen können. Dies wäre ein bedeutender Beitrag für Migration und Integration und würde die Internationalisierung der Stadt Wien und deren Bevölkerung vorantreiben.

Wien muss eine gezielte Förderung des Forschungsschwerpunkts "Urban Futures" vorantreiben. Wien steht wie viele andere Städte vor urbanen Herausforderungen, für deren Lösung wissenschaftliche Erkenntnis sowie Forschung und Entwicklung erforderlich sind. Als Stadt mit hervorragenden wissenschaftlichen Einrichtungen und durch die zentrale Lage in Mittel- und Osteuropa muss sich Wien als Zentrum für Urbanitätsforschung in Europa "neu" positionieren", fordert Wissenschaftssprecherin Katharina Cortolezis-Schlager.

Auch gebe es in Sachen moderner Schulraumgestaltung einzigartiges Know How an der technischen Universität in Wien. Mit einem entsprechenden Kostenbeitrag könnten Forschungserkenntnisse in den Wiener Schulbau einfließen. Containerklassen könnten damit der Vergangenheit angehören, macht Cortolezis-Schlager aufmerksam.

"Wien kassiert nur, einerseits vom Bund, andererseits durch eigene kommunale Abgaben, bringt im Wissenschaftsbereich aber kaum etwas weiter. Der Bund leistet seinen Beitrag, damit Wien eine Wissenschaftsstadt wird. Nun muss die Stadt Wien endlich ihren Verpflichtungen nachkommen", schließt Cortolezis-Schlager.

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