Katholische Aktion für Gesamtschule für alle 10- bis 15-jährigen

Schulreform mit Fokus auf "sozialer Gerechtigkeit für alle Schülerinnen und Schüler"

Wien, 21.09.10 (KAP) Die Katholische Aktion Österreich (KAÖ) hat einmal mehr eine Gesamtschule für alle 10- bis 15-jährigen gefordert. Es sei inzwischen klar erwiesen, dass in Österreich Bildung zu einem hohen Ausmaß "vererbt" wird und Kinder aus bildungsfernen Bevölkerungsschichten deutlich geringere Aufstiegschancen hätten. "Das muss sich dringend ändern", sagte KAÖ-Präsidentin Luitgard Derschmidt am Dienstag bei einer Pressekonferenz in Wien.

In der derzeitigen politischen Bildungsdiskussion gehe es um alle möglichen Interessen, nur nicht um jene der Schüler, stellte Gerald Faschingeder, Leiter der Arbeitsgruppe Bildung der KAÖ, fest. So sei etwa die Forderung nach einer Verlagerung aller Lehrerkompetenzen vom Bund zu den Ländern ein Missbrauch der Reformdebatte. Hier gehe es nur um die Sicherung eigener Pfründe, so Faschingeder.

Der Fokus einer Reform müsse auf "sozialer Gerechtigkeit für alle Schülerinnen und Schüler" liegen. Es gehe um eine "höchstmögliche innere Differenzierung" statt äußerer Selektion gefordert.

Wie eine Schulreform - zumindest in Ansätzen - gelingen kann, erläuterten die Direktoren des Bischöflichen Realgymnasiums und der Kooperativen Mittelschule St. Ursula in Klagenfurt. Die Unterstufenschüler beider Schulen werden in den Schularbeitsfächern jeweils von einem AHS- und einem Hauptschullehrer unterrichtet.

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