VP-Korosec ad AKH: Hebammenversorgung kollabiert und die Stadtregierung schaut zu!

Kreißsaal im AKH wurde gesperrt

Wien (OTS) - "Es kommt, wie es kommen musste", erklärt die Gesundheitssprecherin der ÖVP Wien, LAbg. Ingrid Korosec, zu den nun bekannt gewordenen katastrophalen Zuständen bei den Hebammen am Wiener AKH. Es überrasche sie nicht, so Korosec, dass bei einem krankheitsbedingten Ausfall von mittlerweile zehn der insgesamt 23 im Kreißsaal tätigen Hebammen die Versorgungsstruktur nicht mehr in dem Umfang aufrechterhalten werden könne, wie es notwendig sei. Mittlerweile musste sogar der Kreißsaal im AKH komplett gesperrt werden. "Die zuständige Gesundheitsstadträtin und die verantwortlichen Stellen für Personalmanagement im AKH haben seit Jahren gewusst, auf welchem Pulverfass man de facto sitzt und trotzdem wurden die notwendigen Veränderungen stets auf die lange Bank geschoben", ärgert sich Korosec.

Gutachten und Hilferufe der Betroffenen wurden überhört

Bereits im Jahr 2007 wurde vom AKH ein externes Gutachten in Auftrag gegeben, um die Personalengpässe und die damit verbundenen Folgen zu erfassen. Umso mehr sei die Untätigkeit der Gesundheitsstadträtin in dieser Causa zu verurteilen. Dass die Altersstruktur der im Kreißsaal tätigen Hebammen mittlerweile bei 48 Jahren liege, sei längst kein Geheimnis mehr. Damit nicht genug, wurde diese Situation auch noch verschärft, so Korosec: "Trotz des stark überalterten Teams wurden vor etwa eineinhalb Jahren die Verträge von vier jungen und qualifizierten Hebammen nicht verlängert. Dies hatte zur Folge, dass aufgrund der damaligen Fehlentscheidung derzeit im Kreißsaalbereich lediglich 2 Hebammen unter 40 Jahre alt sind. Das ist unfassbar!"

In der ärztlichen Direktion des AKH wusste man seit Jahren um die Personalengpässe bei den Hebammen Bescheid, konnte sich aber offensichtlich in der Generaldirektion des Wiener Krankenanstaltenverbundes leider nicht das nötige Gehör verschaffen, um den Mangel aus eigener Kraft zu beheben.

"Die Wiener Gesundheitsstadträtin hat offensichtlich bei den Managern im KAV ihre Glaubwürdigkeit bereits eingebüßt, anders ist es nicht zu erklären, warum die Situation im AKH derart aus dem Ruder laufen konnte. Gerade im Gesundheitsbereich ist es wichtig, rasch die richtigen Entscheidungen zu treffen, denn es geht um das Leben von Menschen in unserer Stadt. Frau Stadträtin, nehmen Sie das endlich zur Kenntnis", so Korosec abschließend.

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