Kadenbach: Artenschutz - Mitgliedstaaten müssen handeln

Initiativbericht des Umweltausschusses mit überwältigender Mehrheit im Plenum angenommen

Wien (OTS/SK) - "Das Europäische Parlament hat heute ein eindeutiges Votum für den Artenschutz gesetzt", zeigte sich die SPÖ-EU-Abgeordnete Karin Kadenbach nach der Abstimmung des Initiativberichts zu den EU-Rechtsvorschriften zur Erhaltung der biologischen Vielfalt erfreut. Kadenbach, Schattenberichterstatterin für den Bericht, verweist darauf, dass die EU-Gesetzgebung für den Bereich des Artenschutzes durchaus umfassend sei, die Mitgliedstaaten seien bei der Implementierung jedoch säumig. "Das Artenschutzziel, das man sich bis 2010 gesetzt hat, wurde nicht erreicht. Es ist also höchst an der Zeit, dass die Mitgliedstaaten endlich handeln und das Thema Biodiversität einen höheren Stellenwert auf der politischen Agenda erhält", unterstrich die Europarlamentarierin am Dienstag. ****

"Werden wir jetzt nicht tätig, wird es uns auch nicht gelingen, das neue Artenschutzziel, das vorsieht, bis 2020 das Artensterben zu stoppen, einzuhalten", sagte Kadenbach. Dabei sei der Erhalt der Biodiversität nicht nur aus ökologischen, sondern auch aus ökonomischen Gründen sinnvoll, denn rund 40 Prozent der Weltwirtschaft basieren auf biologischen Verfahren und pflanzlichen Rohstoffen. Das EU-Parlament fordert daher, dass die Mitgliedstaaten der Europäischen Union konsequenter in der Umsetzung der EU-Richtlinien sein müssen, dass der Zusammenhang zwischen Artensterben und Klimaschutz stärkere Berücksichtigung finden muss, dass die Artenschutzziele mit den Milleniumszielen verknüpft werden und dass die Forschung für den Bereich der Biodiversität verstärkt wird. "Wir müssen dafür Sorge tragen, dass wir nicht noch mehr Tier-und Pflanzenarten verlieren, denn das Artensterben ist nicht nur aus umweltpolitischer Sicht bedauerlich, sondern wird nicht abschätzbare Folgekosten für unsere Volkswirtschaften nach sich ziehen", betont Kadenbach abschließend. (Schluss) sc/mp

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