Tatkräftige Förderung der Grundlagenforschung bei Pflanzen

Neue Pflanzenwachstumskammern am Gregor Mendel-Institut für Molekulare Pflanzenbiologie der ÖAW eröffnet

Wien (OTS) - Am Gregor Mendel-Institut für Molekulare Pflanzenbiologie (GMI) wird am 21. September 2010 die Fertigstellung von 16 neuen Wachstumskammern gefeiert. Wissenschafts- und Forschungsministerin Beatrix Karl, der Präsident der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (ÖAW), Helmut Denk, und GMI-Direktor Magnus Nordborg streichen die Bedeutung dieser Investition für Österreich und die internationale Pflanzenforschung hervor. "Die neuen Pflanzenwachstumskammern sind wichtiger Bestandteil der wachsenden Infrastruktur am Gregor Mendel Institut und bieten die entsprechenden Rahmenbedingungen für qualitätsvolle und exzellente Forschungsarbeit. Die ÖAW ermöglicht damit dem GMI besondere Forschungsbedingungen, von denen auch besondere Forschungsleistungen und Forschungsergebnisse zu erwarten sind", betont Bundesministerin Beatrix Karl.

Die neuen Wachstumskammern am GMI gehören weltweit zu den modernsten und am besten ausgerüsteten. Durch sie wird es möglich, auf Basis präziser Klimasimulation das Spektrum und die Qualität der Experimente am GMI signifikant zu erhöhen. "Die ÖAW fördert bewusst die Grundlagenforschung an Pflanzen und trägt damit einem internationalen Trend Rechnung. Denn Ernährungssicherheit trotz Klimawandel sowie das Erschließen erneuerbarer Energien werden ohne die bessere Kenntnis der Pflanzenbiologie als Basis für Entwicklung kaum zu erreichen sein, und dies unabhängig von Eingriffen in das Genom", erklärt ÖAW-Präsident Helmut Denk.

Die Wissenschaftler(innen) am GMI werden die neuen Wachstumskammern benützen, um die Wirkung des Klimas auf Anpassungsprozesse in Pflanzen zu erforschen. Das betrifft einerseits langfristige und großräumige Prozesse, wie sie im Zuge der Anpassung an bestimmte Regionen erfolgt ist. Andererseits lässt sich mit Hilfe der High-Tech-Ausstattung der Wachstumskammern auch der klimatische Stress auf individuelle Pflanzen besser erforschen. "Für den zukünftigen Erfolg unseres Instituts und die internationale Wettbewerbsfähigkeit sind die eben fertig gestellten Wachstumskammern eine unerlässliche Voraussetzung. Sie garantieren die notwendige Präzision und Reproduzierbarkeit unserer Experimente", freut sich GMI-Direktor Magnus Nordborg.

Über das GMI

Das Gregor Mendel-Institut für Molekulare Pflanzenbiologie (GMI) wurde im Jahr 2000 von der Österreichischen Akademie der Wissenschaft (ÖAW) als GmbH gegründet, um Spitzenforschung in der molekularen Pflanzenbiologie zu fördern. Das GMI ist die einzige internationale Grundlagenforschungseinrichtung auf diesem Gebiet in Österreich. Die Forschung am GMI gilt primär den Grundlagen der Pflanzenbiologie und umfasst vor allem molekulargenetische Aspekte wie epigenetische Mechanismen, Populationsgenetik, Chromosomenbiologie, Stressresistenz und Entwicklungsbiologie. Die Ackerschmalwand (Arabidopsis thaliana) ist die am meisten verwendete Versuchspflanze. Das GMI hat rund 90 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus 22 verschiedenen Ländern. Es befindet sich gemeinsam mit dem Institut für Molekulare Biotechnologie (IMBA) in einem modernen Forschungsgebäude der ÖAW, das im Jänner 2006 fertig gestellt wurde. Dieses gehört zum Campus Vienna Biocenter (VBC), auf dem mehrere Forschungseinrichtungen sowie Biotechnologie-Firmen angesiedelt sind.

Fotos der Veranstaltung (ab ca. 18 Uhr) und weitere Informationen zum Download:
http://www.ots.at/redirect/opening-ceremony-plant-growth-chambers

Rückfragen & Kontakt:

Prof. Dr. Magnus Nordborg
Wissenschaftlicher Direktor
Gregor Mendel-Institut für Molekulare Pflanzenbiologie (GMI)
Österreichische Akademie der Wissenschaften (ÖAW)
Dr. Bohr-Gasse 3, 1030 Wien
Tel +43 1 79044-9100
magnus.nordborg@gmi.oeaw.ac.at
www.gmi.oeaw.ac.at

Dr. Marianne Baumgart
Österreichische Akademie der Wissenschaften/Öffentlichkeitsarbeit
Austrian Academy of Sciences/Public Relations
Dr. Ignaz Seipel-Platz 2, 1010 Wien
Tel +43 1 51581-1219
marianne.baumgart@oeaw.ac.at
www.oeaw.ac.at/pr

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