Pilz zu Hebammen: "Zustände an der Geburtshilfe im AKH eine Schande"

Jahrelange Verantwortungslosigkeit von Stadträtin Wehsely geht zu Lasten der Gebärenden und der Neugeborenen

Wien (OTS) - "Die Lage an der Geburtshilfe im Wiener AKH ist eine Schande", stellt die Gesundheitssprecherin der Grünen Wien, Sigrid Pilz fest. So spricht AKH-Abteilungsvorstand Prof. Husslein offen davon, dass er an der Geburtshilfe "Katastrophenpläne" erlassen muss, weil die gehäuften Krankenstände der Hebammen die reguläre Versorgung der Gebärenden nicht mehr sicherstellen. "Die Hebammen sind seit Jahren chronisch überarbeitet, krass unterbezahlt und werden von Gesundheitsstadträtin Wehsely nicht entsprechend wertgeschätzt", kommentiert die grüne Gesundehitssprecherin Sigrid Pilz die aktuellen Engpässe im AKH. "Seit 2007 weiß Wehsely über die unhaltbaren Zustände bescheid und hat nichts zur Abhilfe unternommen" kritisiert Pilz. Sie fordert umgehend einen Krisengipfel unter Einbindung der Hebammen, der Personalvertretung, der zuständigen Direktoren im KAV, geleitet von der Gesundheitsstadträtin.

"Die heutige Eskalation der Lage war zu erwarten, weil die unerträgliche Arbeitssituation früher oder später in erhöhte Krankenstandsraten münden musste. Nunmehr kann eine zeitgemäße Versorgung der Gebärenden offensichtlich nicht mehr garantiert werden, da Husslein mittlwerweile schon die Ärzteschaft für Hebammentätigkeit heranziehen muss.

"Wehsely wird den verunsicherten Frauen erklären müssen, warum im angeblich besten Spital Europas nicht einmal mehr die Grundversorgung an der Geburtshilfe sichergestellt werden kann", stellt Pilz fest. "Die Strukturprobleme bei den Hebammen wie mangelnde Führung, personelle Unterbesetzung, schlechte Ausstattung der Kreissäle, etc wurden von der SPÖ-Stadtregierung konsequent geleugnet. Jetzt ist zu befürchten, dass aus einer Notlage eine Gefahrensituation erwächst", so Pilz.

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