Beatrix Karl: Österreich und Korea bauen Zusammenarbeit im Bereich Wissenschaft und Forschung weiter aus

Wissenschafts- und Forschungsministerin und ihr koreanischer Amtskollege unterzeichnen Verlängerung der "Joint Declaration" - Ehrung innovativer, heimischer Wissenschafterinnen

Wien (OTS) - Wissenschafts- und Forschungsministerin Dr. Beatrix Karl hat heute den koreanischen Vizeminister für Bildung, Wissenschaft und Technologie, Ju-Ho Lee, zu einem bilateralen Arbeitsgespräch am Minoritenplatz empfangen. Die beiden Minister unterzeichneten dabei die Verlängerung der "Joint Declaration" zwischen Korea und Österreich mit dem Ziel, die noch junge koreanisch-österreichische Zusammenarbeit im Bereich Wissenschaft und Forschung auszubauen. Im Vorfeld der Unterzeichnung lud die Ministerin jene fünf österreichischen Wissenschafterinnen in das Wissenschaftsministerium, die anlässlich der "Korean International Women's Invention Exposition" (KIWIE) im Mai 2010 in Korea für ihre Erfindungen ausgezeichnet wurden.

"Korea ist für Österreich ein attraktiver Partner im Bereich Wissenschaft und Forschung", so die Ministerin. Die bestehende "Joint Declaration" mit Korea wird um weitere zwei Jahre verlängert. "Damit ist ein weiterer Ausbau der guten Beziehungen und der Zusammenarbeit in Wissenschaft und Forschung sichergestellt", betont Karl. Unter anderem werden universitäre Netzwerke gestärkt, gemeinsame Forschungsprojekte durchgeführt und der Austausch von Wissenschafter/innen und Forscher/innen forciert.

Im Wintersemester 2009 studierten 410 Personen aus Korea an österreichischen Universitäten, zwei Personen an Fachhochschulen und 89 an Privatuniversitäten. Im Rahmen der bestehenden Wissenschaftlich-Technischen Zusammenarbeit (WTZ) wurden in den vergangenen beiden Jahren sechs Projekte gefördert und auch aktuell sollen wieder sechs Projekte gefördert werden. Weiters gibt es Forschungskooperationen Österreichs mit Korea im Rahmen des sechsten und siebten EU-Forschungsrahmenprogramms.

Bei der "Korean International Women's Invention Exposition" (KIWIE) von 6. bis 9. Mai 2010 in Südkorea wurden fünf österreichische Erfinderinnen ausgezeichnet - Anlass für die Ministerin, die fünf engagierten und erfolgreichen Wissenschafterinnen ins Ministerium zu laden und ihnen gemeinsam mit Vertretern des Wirtschaftsministeriums und der Austria Wirtschaftsservice GmbH (aws) zu gratulieren. Die KIWIE ist eine "Erfinderinnen-Messe" die Erfindungen von Frauen gewidmet ist und bereits zum dritten Mal durchgeführt wurde. Die ausgezeichneten Forschungsleistungen der fünf österreichischen Projekte stammen aus der Frauenförderungsschiene von uni:invent, einem gemeinsamen Programm von Wissenschafts- und Wirtschaftsministerium. "Die Auszeichnungen unterstreichen den wertvollen und unverzichtbaren Beitrag von Frauen im Wissenschafts-und Innovationssystem", so die Ministerin.

Die Auszeichnungen im Überblick:

- Eine Goldmedaille wurde verliehen für die Erfindung Smart Media Facade-Solar Display, eine Lösung für Kommunikationsdisplays (Universität Linz; Prof. Dr. Christa Sommerer und Team)

- Ebenfalls eine Goldmedaille erhielt die Erfindung EPO zur Behandlung von Friedreichs Ataxie (Medizinische Universität Wien; Dr. Brigitte Sturm und Dr. Barbara Scheiber-Mojdehkar)

- Eine Silbermedaille erhielt die Erfindung Verwendung von Morphin-Derivaten zur Therapie neurodegenerativer Erkrankungen wie z.B. Alzheimer (Universität Innsbruck; Dr. Judith Rollinger und ihr Team)

- Ebenfalls eine Silbermedaille gab es für die Erfindung Transgenetische Modifikation von Kernobstgewächsen zur Bekämpfung von Feuerbrand (TU Wien; Dr. Heidrun Halbwirth, Dr. Karin Schlangen)

- Mit einer Bronzemedaille wurde die Erfindung Mimotope Impfung gegen Tumorerkrankungen ausgezeichnet (Medizinische Universität Wien; Univ.-Prof. Dr. Erika Jensen-Jarolim, Dr. Kira Brämswig, DDr. Angelika Riemer)

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