Cortolezis-Schlager: Unsere Universitäten müssen international wettbewerbsfähig sein

ÖVP-Wissenschaftssprecherin bei Diskussion "Hochschulfinanzierung in der Krise"

Wien (OTS/ÖVP-PK) - Es geht nicht nur um die Finanzierung der Universitäten in der aktuellen globalen Krise, sondern auch darum, im Rahmen des internationalen Wettbewerbs und der Globalisierung den österreichischen Universitäten eine Chance zu eröffnen, international konkurrenzfähig zu bleiben. Das sagte gestern, Montagabend, ÖVP-Wissenschaftssprecherin Mag. Katharina Cortolezis-Schlager bei der Diskussion der Österreichischen Universitätenkonferenz (uniko) zum Thema "Hochschulfinanzierung in Zeiten der Krise: Deutschland und Österreich im Vergleich" in der Raiffeisen Zentralbank in Wien. Deutschland und Österreich sollten bei der Entwicklung eines gemeinsamen Hochschulraumes noch stärker zusammenarbeiten. "Wir brauchen auch eine breite Diskussion und Ideenfindung", begrüßte die Abgeordnete die Diskussion. ****

Auch das heuer nach neuen Kriterien zusammengestellte "Times Higher Education World University Ranking 2010/11" - in der als beste österreichische Universität die Universität Innsbruck auf Platz 187 liegt - belege die Wichtigkeit von Reformen an den Universitäten. Es müsste doch möglich sein, dass unsere Universitäten an den obersten Rängen zu finden seien. "Dazu sind allerdings neue Modelle der Studienplatzfinanzierung und der Ausbau der kompetitiven Forschung inklusive der Overheadkosten notwendig. Dazu gehören auch, wie bei allen Top Universitäten, ein Aufnahmeverfahren sowie ein Zugangsmanagement." Die ÖVP-Wissenschaftssprecherin wies in diesem Zusammenhang darauf hin, dass eine private Finanzierungsbeteiligung der Studierenden international üblich ist. Zugleich brauche man einen Ausbau des Stipendienwesens hin zu einem sozialen und leistungsfördernden System. Erforderlich sei auch eine Profilbildung der Universitäten, wie sie auch der Präsident der Universitätenkonferenz (uniko), Hans Sünkel, unterstütze.

Die kompetitive Forschungsförderung habe sich aus ihrer, Cortolezis-Schlagers Sicht, bewährt. Die Refundierung der so genannten Overheadkosten durch den Wissenschaftsfonds FWF, die den Universitäten und Forschungseinrichtungen durch ein vom FWF gefördertes Projekt entstehen, sei dafür ein wichtiger Schritt. Hintergrund: Durch ein FWF-Projekt eines Wissenschafters/einer Wissenschafterin entstehen einer Universität Nebenkosten, etwa für Infrastruktur oder Sachaufwendungen, die früher nicht abgegolten wurden. Die Zahlung dieser Kosten wirke wie eine Art "Forschungsprämie", sieht die Abgeordnete dies als persönliches Anreizmodell für die Einwerbung von Drittmitteln.

"Unsere Unis sind in Forschung und Lehre international wettbewerbsfähig - jetzt müssen wir ihnen die Chance geben, mit Studienbeiträgen die Studienbedingungen zu verbessern", schloss die Abgeordnete.
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