Mölzer: Türkei muss endlich ihre Verpflichtungen hinsichtlich Zyperns erfüllen

Funksfähigere Zollunion mit Ankara darf türkischen EU-Beitritt nicht beschleunigen - Trotz enger Wirtschaftsbeziehungen ist die Türkei kein Teil Europas

Wien (OTS) - Über eine funktionsfähigere Zollunion nachzudenken, um die Handelsbeziehungen mit der Türkei zu verbessern, werde nicht viel bringen, solange die türkische Regierung nicht bereit sei, ihren Verpflichtungen hinsichtlich des EU-Mitglieds Zypern nachzukommen, sagte heute der freiheitliche Delegationsleiter im Europäischen Parlament, Andreas Mölzer, im Rahmen einer Rede vor dem Plenum des Europaparlaments in Straßburg. "Wie wenig Ankara von Partnerschaft hält, mussten selbst die USA im Streit wegen der Armenier-Resolution erkennen", so Mölzer weiter.

Zudem sprach sich der freiheitliche EU-Mandatar dagegen aus, die Frage der Zollunion zu einem Beschleuniger der Beitrittsverhandlungen zu machen. "Auch enge wirtschaftliche Beziehungen und eine Zollunion ändern nichts an der Tatsache, dass die Türkei kulturhistorisch kein Teil Europas, sondern in islamischen Traditionen verhaftet ist. Deshalb sind die Beitrittsverhandlungen mit Ankara abzubrechen und Gespräche über eine strategische Partnerschaft aufzunehmen", forderte Mölzer.

Weiters wies der freiheitliche Europa-Abgeordnete auf die wirtschaftlichen Probleme der Türkei hin: "Entgegen allen Jubelmeldungen vom Wirtschaftsaufschwung am Bosporus lebt noch immer fast ein Fünftel der Türken unterhalb der Armutsgrenze, obwohl das Land allein zwischen 1996 und 2005 über 1,3 Milliarden Euro an EU-Zuschüssen erhalten hat. Sollte die Türkei der EU beitreten, wäre mit Migrationsströmen ungeahnten Ausmaßes zu rechnen", warnte Mölzer abschließend.

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