VP-Aigner: Nein zur Parallelgesellschaft, ja zu Moscheen

Wien (OTS) - "Aus Sicht der ÖVP Wien spricht nichts gegen den Bau von Moscheen - muss es uns doch ein Anliegen sein, die Gebetsräume aus den Hinterhöfen zu holen. Nicht als notwendig erachten wir jedoch den Bau von Minaretten. Hier sehen wir die Lage ähnlich dem Vorsitzenden der Israelitischen Kultusgemeinde, der solche in Zeiten von "sms" als nicht notwendig erachtet - zumal sie nicht einmal zwingender Bestandteil einer Moschee sind. Generell müssen wir aber darauf achten, in Zukunft verstärkt die Anrainer in die Entscheidungen zum Bau von Moscheen einzubinden. Vorstellbar wäre etwa eine verpflichtende Befragung der Anrainer. Zudem fordern wir ein neues Widmungsverfahren. Moscheen und sonstige Bauten zu Kultuszwecken sollten sich ins Ortsbild fügen und nur zulässig sein, wenn der geplante Ort für publikumsintensive Veranstaltungen geeignet scheint", betont der ÖVP Abgeordnete und Bezirksparteiobmann der ÖVP Brigittenau Wolfgang Aigner in der heutigen Sondersitzung des Wiener Landtages.

"Ein klares Nein gibt es jedoch zur Entstehung von Parallelgesellschaften durch den Bau von sogenannten Kulturzentren, die scheinbar außerhalb der österreichischen Rechtsordnung zu existieren scheinen (Anm.: Öffnungszeiten der integrierten Geschäfte etc...). Hier muss man gegensteuern. Zu lange schon war man auf Seiten der SPÖ untätig - unter dieser Ignoranz der Probleme haben wir daher heute zu leben. Zudem wäre es der SPÖ anzuraten, sich nicht nur für eine Religionsgemeinschaft einzusetzen, sondern auch für die anderen anerkannten Religionsgemeinschaften. So werden wir es das Vorgehen der SPÖ gegen die katholische Kirche (Anm.: Papstkreuz etc.) nicht länger dulden. Mit der Hetze der FPÖ jedoch ist ebenso wenig geholfen. Die Grünen leben in Sachen Integration auf einem eigenen Stern", so Aigner abschließend.

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