ÖH Uni Wien: Schluss mit absurder Bildungspolitik

Studierende sehen die "Unis im Wunderland" und üben scharfe Kritik an Bildungspolitik der Wissenschaftsministerin

Wien (OTS) - Mit kreativen Kostümen und einer Tafel voller leiblicher Genüsse stellte die Hochschüler_innenschaft an der Uni Wien heute die groteske Bildungsdiskussion dar.

"Unsere AbsurdiTEEtsstunde zeigt auf, dass die aktuelle Debatte vollkommen realitätsfern ist. Studierende fühlen sich wie Alice im Wunderland, die unverhofft in die Teestunde gerät und den Sinn der sich unendlich im Kreis drehenden Unterhaltung am Tisch nicht folgen kann", erklärt Flora Eder, Vorsitzteam ÖH Uni Wien, die heutige Aktion vor dem Wissenschaftsministerium.

Es wird in der momentanen Bildungsdebatte partout nicht wahrgenommen, dass Forderungen nach Studiengebühren und Zugangsbeschränkungen jeglichen Studien widersprechen.

"Die Politiker_innen müssen endlich begreifen, dass sinnvolle Bildungspolitik anders aussieht und von den überholten Rufen nach Studiengebühren und Zugangsbeschränkungen abgehen!", zeigt sich Oona Kroisleitner, Vorsitzteam ÖH Uni Wien, empört über die elitären Ansichten, die in der momentanen Bildungsdebatte breitgetreten werden.

Bei der momentanen Diskussion steht nicht Bildung an sich im Mittelpunkt, sondern das, was sie kostet, kosten darf oder kosten soll. "Die Politiker_innen müssen begreifen, wie groß der gesellschaftliche Wert von Bildung ist. Die Regierung muss endlich ausgeben, was nötig ist", so Veronika Helfert vom Vorsitzteam der ÖH Uni Wien.

So zeigt die OECD-Studie, dass Österreich zu wenig Akademiker_innen hat und dass das nicht nur an den "vielen Studienabbrecher_innen" liegt sondern auch an der geringen Zahl von Studienanfänger_innen. Die Studierenden- Sozialerhebung zeigt wiederum, dass der Großteil aller Studierenden neben dem Studium auch arbeitet und diese Arbeitszeit die Zeit die für das Studium aufgewandt werden kann entscheidend verringert, die Folge sind Langzeitstudis und Studienabbrecher_innen, sobald das Studium nicht mehr mit dem Beruf vereinbar ist. Die Erhebung zeigt des weiteren, dass es immer noch einen eklatanten Unterschied der "Sozialen Herkunft" von Studienanfänger_innen gibt. Kinder deren Eltern einen höheren Schulabschluss haben studieren mit einer ca. 2,5 mal größeren Wahrscheinlichkeit im Vergleich zu Kindern deren Eltern nur einen Pflichtschulabschluss haben.

"Es muss endlich gegen die enorme Schieflage im Bildungssystem gesteuert werden. Ansonsten wird der Scherbenhaufen zu groß, um ihn wegzuräumen", schließt das Vorsitzteam der ÖH Uni Wien.

Die heutige Pressemappe und Fotos der "AbsurdiTEEts-Stunde" finden Sie unter http://www.oeh.univie.ac.at/politik/unis-im-wunderland.html

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