SPÖ Obex-Mischitz: Trotz erhöhtem Bedarf schließt FPK-Ragger Görtschach

Einstimmiger Regierungsbeschluss für Sonderschule scheint FPK-Ragger nicht zu kümmern. SPÖ fordert mehr Sozialarbeiter. Schicksal einer Mutter unterstreicht Raggers Brutalo-Politik.

Klagenfurt (OTS) - "Wenn sich FPK-Sozialreferent Ragger gestern Abend in der Streitkultur auch lammfromm gegeben hat, täuscht das nicht über seine konzeptlosen und unmenschlichen Einsparungen in einem sehr sensiblen Bereich hinweg. Wer ziellos mit der Axt im Sozialbudget wütet, kann mit großer Sicherheit mit einem vielfachen von Folgekosten rechnen", analysiert SPÖ-Sozialsprecherin LAbg. Ines Obex-Mischitz Raggers Auftritt "als Wolf im Schafspelz". Das Streichen des gratis Kindergartens, die Kürzung von Heizkostenzuschuss und Schulstartgeld sind nur einige Beispiele für das Fuhrwerken ohne Rücksicht auf Verluste.

Wie Ragger auch durchblicken ließ, will er die Sondererziehungsschule (SES) Görtschach schließen. "Ragger will alle Kärntner Jugendlichen, die in anderen Bundesländern betreut werden zurück holen, obwohl es bei uns zu wenige Betreuungsplätze gibt. Und dann schließt er trotz einstimmigem Regierungsbeschluss für Görtschach die Schule", übt Obex-Mischitz heftige Kritik.

Natürlich steht die SPÖ zur Forderung nach mehr präventiven Maßnahmen, dazu braucht es aber sicher keine wie auch immer geartete Score-Card, die dazu dient das Verhalten und möglicherweise auch die Herkunft eines Kindes zu beurteilen. Sollen diese unsere Sozialarbeiter ersetzen? "Was wirklich fehlt und wofür Ragger eigentlich sorgen müsste, wäre mehr Personal und bessere Betreuungseinrichtungen. Prävention wäre auch in den Schulen wichtig. Ragger könnte also bei seinem Parteifreund Schulreferent Scheuch vorstellig werden, um die Kürzung der fachlichen Betreuung für verhaltensauffällige Schüler rückgängig zu machen", fordert Obex-Mischitz.

Die Zahl der verhaltensauffälligen Schüler steigt, dennoch müssen lediglich zwölf Schulpsychologen rund 67.000 Kärntner Schüler betreuen. Vergangenes Jahr gab es 1000 Kontakte mit Schülern.

Nachstehend ein schicksalhaftes Beispiel dafür, welche Konsequenzen es hat, wenn der studierte Rechtsanwalt Ragger Akte im Sozialreferat selbst begutachtet:

Eine alleinerziehende Mutter mit gesundheitlichen Problemen wird von Sozialarbeitern betreut. Diese schlugen aufgrund der Beeinträchtigung der Frau eine 24-Stunden-Betreuung in einem Betreuten Wohnen vor. Da es dieses Angebot in Kärnten aber nicht gibt, schlugen die Fachleute vor, Mutter und Kind gemeinsam in Graz betreuen zu lassen. Ragger lehnte ab, in weiterer Folge soll das Kind Pflegeeltern übergeben, die Mutter sich selbst und ihrem Schicksal überlassen werden. (Schluss)

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