CARE: Ban Ki-moon-Appell an reiche Länder zur Armutsbekämpfung verdient deutliche Unterstützung aus Österreich

Wagner-Hager: "Bekämpfung von Armut und Hunger darf nicht Mikado-Spiel werden, wo der, der sich zuerst bewegt, als Verlierer gilt."

Wien (OTS) - "Dass UN-Generalsekretär Ban Ki-moon die reichen Länder in die Pflicht nimmt, mehr zur Erreichung der Entwicklungsziele zu tun, ist nicht nur begrüßenswert, sondern verdient auch deutliche Unterstützung aus Österreich", so die Geschäftsführerin von CARE Österreich, Andrea Wagner-Hager, anlässlich der derzeit stattfindenden UN-Millenniumsgipfels in New York.

Wagner-Hager erinnert daran, dass Österreich seit seiner erstmaligen Verpflichtung im Jahr 1970, die Entwicklungsausgaben auf 0,7 Prozent des Bruttonationaleinkommens (BNE) anzuheben, dieses Ziel vier Jahrzehnte später immer noch nicht erreicht hat. "2009 trug Österreich nur 0,3 Prozent des BNE zur Entwicklungszusammenarbeit bei. Unter Abzug der Ausgaben für Flüchtlinge, ausländische Studenten und Schuldennachlässe für Entwicklungsländer bleiben gar nur magere 0,25 Prozent des BNE für 'echte' Armutsbekämpfung über", so Wagner-Hager.

Verstärkt würden die Probleme bei der Erreichung der Milleniumsziele durch den Klimawandel, dessen Folgen schon heute in vielen Erdteilen spürbar seien. Der UN Klima-Rat prognostiziert zunehmende Wasserknappheit, vermehrtes Auftreten von Stürmen und massive Rückgänge der Ernteerträge in vielen afrikanischen Ländern.

"Die Wirtschaftskrise darf nicht als Ausrede herangezogen werden, den Kampf gegen Armut und Hunger hintanzustellen. Dass täglich 25.000 Männer, Frauen und Kinder an Hunger sterben, ist ein Skandal. Wer, wenn nicht die reichen Länder, soll bei der weltweiten Armutsbekämpfung vorangehen? Die Bekämpfung von Armut und Hunger darf nicht zu einem Mikado-Spiel werden, wo der erste, der sich bewegt, verliert", so Wagner-Hager.

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