Höllerer, Schittenhelm, Steibl und Fürntrath-Moretti: Empörende Aussagen der Frauenministerin!

Heinisch-Hosek vergleicht Frauenhandel und Prostitution mit Arbeit von Frauen in Landwirtschaft, Gastgewerbe und Haushalt

Wien (OTS/ÖVP-PK) - Empört sind die Frauensprecherin des ÖVP-Parlamentsklubs Abg. Dorothea Schittenhelm, ÖVP-Familiensprecherin Abg. Ridi Steibl, Bundesbäuerin Abg. Anna Höllerer und ÖVP-Wirtschaftspolitikerin Abg. Adelheid Fürntrath-Moretti über Aussagen von Frauenministerin Heinisch-Hosek, die gestern die Arbeit von Frauen in Landwirtschaft, Gastgewerbe oder Haushalt mit Prostitution, Sklaverei und Arbeitsausbeutung verglich. "Wir weisen diesen Vergleich auf das Schärfste zurück", so die ÖVP-Abgeordneten heute, Dienstag. ****

Die SPÖ-Frauenministerin hatte anlässlich eines Round Table zur Initiative "Prävention und Bekämpfung aller Formen von Frauenhandel" die Arbeit von Frauen in Gastgewerbe, Landwirtschaft und Haushalt in einem Atemzug mit dem Handel von Frauen in der Prostitution genannt. Wörtlich heißt es in der Aussendung von gestern, Montag: "Es gehe bei diesem Thema aber nicht nur um den Handel von Frauen in der Prostitution, es gehe auch um moderne Sklaverei und Arbeitsausbeutung in anderen Bereichen, in denen Frauen unfreiwillig arbeiten müssen -wie in der Landwirtschaft, im Gastgewerbe oder im Haushalt." (OTS0165 vom 20.9.2010)

Höllerer: "Damit bestätigt Heinisch-Hosek ihre völlige Unkenntnis, was das reale Bild der in der Landwirtschaft tätigen Frauen anbelangt. Mehr als 40 Prozent der landwirtschaftlichen Betriebe werden in Österreich mit großer Selbstverständlichkeit von Frauen geführt. Bäuerinnen erbringen mit ihrer Arbeit in der Landwirtschaft für die Gesellschaft unverzichtbare Leistungen und sind stolz darauf. Sie produzieren Lebensmittel höchster Qualität, gestalten die Kulturlandschaft, die als Naherholungsraum höchste Bedeutung hat, tragen Verantwortung für die Lebensgrundlagen und für die Lebensqualität auf den Bauernhöfen und im gesamten ländlichen Raum."

Ridi Steibl: "Ich wüsste nicht, wo es in Österreich moderne Sklaverei im Haushalt geben sollte und erachte das als Versuch der Ministerin, diese Arbeit im Haushalt und in der Familie zu diskriminieren. Dadurch wird aber auch das Leid hunderttausender Frauen, die weltweit zu Sexarbeit gezwungen werden, verniedlicht. Dagegen verwehren wir uns."

Fürntrath-Moretti: "Viele Frauen arbeiten in Österreich im Gastgewerbe. Diese Arbeit ist hart. Aber sie in die Nähe von Ausbeutung, Sexarbeit und Sklaverei zu rücken, ist ein Affront für die Frauen und für die Gastwirtschaft. Nein, das können wir nicht akzeptieren."

"Eine Entschuldigung der Frauenministerin wäre mehr als angebracht", schließt die designierte ÖVP-Frauenchefin Dorothea Schittenhelm namens der ÖVP-Frauen.
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