Am 23. September auf TW1: Die VISUALISIERTE LINZER KLANGWOLKE 2010 - BABY JET.

Eine unglaubliche Idee zur Zukunft der Eisenbahn

Wien (OTS) - Die Klangwolke 2010 stellte das Projekt BABY JET erstmals einer breiten Öffentlichkeit vor - TW1 zeigt in Zusammenarbeit mit dem ORF Landesstudio Oberösterreich nun die TV-Premiere dieses Experiments.

Das Künstlernetzwerk Lawine Torrèn unter der Leitung von Hubert Lepka verwandelte in der Abenddämmerung des 4. September 2010 den Donaupark in einen "rechnenden Raum". Zum Soundtrack von Peter Valentin entstand vor den Augen des Publikums ein Thriller in Echtzeit. Drei Physiker des Projektteams stellten in einem Überschall-Event-Experiment den Zug der Zukunft vor: BABY JET.

Landesdirektor Dr. Helmut Obermayr: "Unter den vielfältigen Kulturinitiativen des ORF Oberösterreich nehmen die LINZER KLANGWOLKEN einen besonderen Stellenwert ein. Mit Hubert Lepka gelang eine perfekte Inszenierung. Wir freuen uns, dass wir mit unseren Medien wieder für viele tausend Besucher sorgen konnten. Es war ein großartiges Spektakel - eine spannende Geschichte mit tollen Ideen und Bildern."

Das Projekt

Die ARGE BABY JET (Lawine Torrèn, ÖBB, Ars Electronica Futurelab, LCM) führte am 4. September mit Unterstützung eines railjet ein erstes Überschallexperiment mit dem BABY JET am Linzer Donaupark durch. Basis dafür war ein eigenes Storyboard, das dieses Experiment als spannenden Eisenbahnthriller in einem überdimensionalen "rechnenden Raum" aufbereitete. In dieser fiktionalen Geschichte spielten drei Physiker - Alice, Bob und Eve - die Rolle der Projektentwickler. Ganz nebenbei spielten sie zusammen in einer Band, die den Song BABY JET übers Internet lanciert.

TW1 Geschäftsführer Peter Schöber: "Es freut mich, dass wir nach der Ökumenischen Sommerakademie mit der nationalen Ausstrahlung der Linzer Klangwolke binnen kurzer Zeit zwei hochkarätige Veranstaltungen, die unter der Federführung des ORF Landesstudios Oberösterreich ins Leben gerufen wurden, für ein interessiertes nationales TV Publikum anbieten können."

Ein wissenschaftliches Experiment als dramatische Performance

Das Eventgeschehen entpuppt sich als Thriller, ein Film in echt im gesamten Stadtraum. Die Physiker Alice Zuse, Bob Hanslmaier und Eve Knights haben zusammen mit einer ARGE und dem Land Oberösterreich ein Projekt entwickelt, das Magnetzüge mit Überschallgeschwindigkeit durch unterirdische Vakuumtunnels jagen kann. Eine visionäre Idee, die auf Überlegungen von Computergenie Konrad Zuse basiert. Physikerin Alice Zuse, die Nichte des Computererfinders, bezweifelt jedoch, ob man mit "BABY JET", so heißt das spektakuläre Projekt, jetzt schon an die Öffentlichkeit gehen solle. Aber die Versuchung -vielleicht noch als Innovation des Jahrzehnts, auf der Expo 2010 (better city, better life) in Shanghai in China präsentiert zu werden (noch dazu, als der dortige Wirtschaftspartner für den Fall eines Exklusiv-Vertrages sagenhafte Auftrags- und Arbeitsplatz-Zusagen in Aussicht gestellt hat) - diese Versuchung ist einfach zu groß...

Welche Bedeutung hat dieses Projekt im Kunstzusammenhang

"Der Amtsweg sieht vor, dass ein solches Projekt politisch initiiert, wirtschaftlich entwickelt und dann von der Kunst allenfalls präsentiert oder behübscht wird. Hier ist es ganz umgekehrt: die Initiative kommt von Lawine Torrèn, die Konzeptstudie wird immer noch als künstlerisches Projekt vorgestellt, und erst dann bewegt sich das Konglomerat aus Verwaltung, Finanz- und Bedenkenträgerschaft, um im besten Fall sich einer nicht mehr aufhaltbaren Lawine gegenüber zu sehen. Dann wird
BABY JET gebaut!", so Hubert Lepka über seine Idee BABY JET

Was ist BABY JET

Ein Netz von Röhren mit einem Durchmesser von knapp drei Metern verbindet die Städte Europas wie ein Metrosystem die Teile einer Metropole. Einem Geschoß ähnlich schießt die kleine, fahrerlose Einheit (Nacelle) mit 1.200 km/h durch bis zu 90% vakuumisierte Röhren, beinahe ohne Reibung und Luftwiderstand. Dadurch ist
eine Reisegeschwindigkeit von Mach 1 möglich, 1.200 km/h. Taktfrequenzen im Minutenbereich machen den BABY JET benutzerfreundlich wie eine U-Bahn. In zentrumsnahen Terminals nimmt man den nächsten freien Platz, barrierefrei. Ein Revolversystem bringt die Nacelle ins System. Das Schweizer Modell der Swissmetro stand dazu Pate. 9 Minuten von Linz nach Wien. München - Berlin in 26 Minuten, von Salzburg nach Brüssel in weniger als 60 Minuten! Der Flieger wird zum energie- und zeitvergeudenden Transportmittel von gestern.

Künstlerisches Team Klangwolke 2010 - Lawine Torrèn

Im Sommer 1992 in den Bergen um Salzburg auf diesen Namen getauft, ist Lawine Torrèn ein Netzwerk von Tänzern, Schauspielern, Medienartisten und Technikern unter der künstlerischen Leitung von Hubert Lepka.
Lawine Torrèn macht reale Orte zur Bühne für eine dramatische Kunst, die sich in den herkömmlichen Formenkanon kaum einordnen lässt: Tanz, Theater, Medien, Maschinen und Musik vereinen sich mit alpinistischen Techniken zu sensiblen und gleichzeitig atemberaubenden Inszenierungen.

Sendezeiten
"KLANGWOLKE 2010 - BABY JET": Do, 23.9. um 22:45 Uhr, Fr, 24.9. um 19:15 Uhr

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ORF / TW1 Tourismus Fernsehen GmbH
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