64. Wiener Gemeinderat (5)

Debatte zu Planung und Verkehr

Wien (OTS) - GRin Ingrid Puller (Grüne) kritisierte, dass derzeit als einziges öffentliches Verkehrsmittel die U-Bahn ausgebaut werde. Es gebe sinnvolle U-Bahn-Verlängerungen, jedoch sei beispielsweise die U1-Verlängerung nach Rothneusiedl nach dem derzeitigen Plan nicht sinnvoll. Bestehende öffentliche Verkehrsmittel würden vielfach verkürzt, eingestellt oder unzureichend ersetzt. Die Grünen seien für eine Verlängerung der U6 Richtung Krankenhaus Nord. Jedoch solle vor allem das Oberflächennetz verdichtet und die Intervalle von Straßenbahn und Bussen verkürzt werden. Die Grünen brachten einen Antrag auf Betriebszeitenverlängerung der Autobuslinie 80A ein.

GR Anton Mahdalik (FPÖ) beklagte, dass die Eröffnung der neuen U2-Trasse rund 150.000 Euro kosten würde. Für Verkehrssicherheit, etwa im 22. Bezirk, sei vielfach kein Geld mehr vorhanden. Zusätzlich habe es rund um die U-Bahn-Stationen aufgrund der Bauarbeiten großflächige Umleitungen und Staus gegeben. Straßen sollten und müssten repariert werden, jedoch nicht alle - noch dazu Hauptverkehrsadern - gleichzeitig. Die FPÖ brachte einen Antrag auf Rücknahme der Flugroute über Liesing sowie einen Antrag für die Erhaltung der S 80-Station "Lobau" und einen dritten Antrag für einen Neustart der Planung im Bereich "Mehrwert Simmering" ein.

GRin Mag.a Barbara Feldmann (ÖVP) betonte, dass Individualverkehr eine Grundlage sei, auf der ein Großteil der Wirtschaft basiere. Diese Mobilität zu garantieren sei Aufgabe der Stadtpolitik. Sie fordere daher eine zukunftsorientierte Ausrichtung des Autoverkehrs. Bislang sei weder das Straßennetz ausgebaut noch ein modernes Verkehrskonzept erstellt worden. Sie brachte einen Antrag auf Tieferlegung des Gürtels im Bereich der Kreuzung Döblinger Hauptstraße/Nußdorfer Straße ein.

GR Dr. Harald Troch (SPÖ) stellte fest, dass neue U-Bahn-Trassen nicht nur vor Wahlen eröffnet würden. Betreffend B 228 habe man die Pläne dieser Trasse von Beginn an umfassend und korrekt offengelegt und diskutiert. Dies sei zudem ein Stadtentwicklungsgebiet mit bis zu 1.900 Wohneinheiten und betrieblicher Infrastruktur. Hier müsse man für moderne und urbane Mobilität sorgen. Moderne und soziale Stadtentwicklung könne nur auf moderner Verkehrsplanung basieren, so Troch. In einem Antrag forderte er die rasche Umsetzung des Projekts "Mehrwert Simmering". (Forts.) bon/rr

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