LR Ragger: Was in der Schweiz funktioniert, soll bei uns nicht gehen?

Unverständliche Ablehnung von LhStv. Kaiser - Müssen alle Interessierte für Pflegeberuf ansprechen!

Klagenfurt.- (OTS) - "Ich verstehe nicht, warum LhStv. Peter
Kaiser als Gesundheitsreferent die demographische Herausforderung negiert. Um den wachsenden Bedarf bei der Pflege morgen decken zu können, müssen wir heute alle Möglichkeiten nutzen, Fachkräfte für die Pflege zu gewinnen. Dazu gehört auch, interessierten 15-bis 17jährigen einen Weg zu dieser Ausbildung frei zu machen. Aufgrund gesetzlicher Altersgrenzen sind sie derzeit ausgeschlossen", kritisiert der Kärntner Sozialreferent LR Mag. Christian Ragger.

Die Einwände Kaisers seien leicht zu entkräften. "Der Lehrberuf Pflege, der in der Schweiz seit Jahren gut funktioniert, soll bei uns nicht gehen. Das glaubt doch keiner".

Selbstverständlich sei nicht daran gedacht, 15-jährige ans Pflegebett zu lassen. Zu Beginn einer Pflegelehre sollte vor allem die theoretische Ausbildung im Vordergrund stehen. Die praktischen pflegerischen Ausbildungseinheiten sollten erst nach 18 - 24 Monaten folgen.
Nach drei Jahren dualer Ausbildung bekämen die Absolventen die Befähigung zum Pflegehelfer. In späterer stünde der Weg für weitere Qualifizierungen, zum Behinderten-Fachbetreuer oder nach 2jähriger Praxis zur diplomierte Fachkraft offen.
Österreich blockiere diesen Ausbildungsweg, weil interessierte Jugendliche erst ab einem Alter von 17 Jahren eine Ausbildung in diese Richtung beginnen dürfen. "Das Schweizer Modell hat aber gezeigt, dass Jugendliche ab 15 sehr wohl bereits die persönliche Reife besitzen, um eine solche Lehre zu beginnen und auch abzuschließen", betont Ragger. Er verweist auch darauf, dass der Regierungsbeauftragte für Jugendbeschäftigung und Lehrlingsausbildung, Egon Blum, bereits 2005 ähnliche Pläne hatte. Doch unverständlicherweise sei das blockiert worden. "Das können wir uns jetzt aber - fünf Jahre später - nicht mehr leisten. Wir müssen diese Barrieren abbauen", fordert Ragger. Er werde sich jedenfalls bemühen, mit anderen interessierten Bundesländern ein Pilotprojekt zu starten, auch wenn die SPÖ mit LHsTv. Kaiser und Gesundheitsminister dagegen ist, kündigte LR Ragger abschließend an.

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