Tageskarte Euregio Bodensee erhält VCÖ-Mobilitätspreis

Preisübergabe im Landhaus - Maßnahmen zur Verringerung des Energieverbrauchs gesucht

Bregenz (OTS/VLK) - Verkehrsclub Österreich (VCÖ), Landesrat Karlheinz Rüdisser und Postbus zeichneten heute, Freitag, im Landhaus in Bregenz die Tageskarte Euregio Bodensee mit dem VCÖ-Mobilitätspreis Vorarlberg aus. Im Rahmen des Pressegesprächs präsentierte Martin Blum vom VCÖ auch eine aktuelle Untersuchung zum Energieverbrauch des Verkehrs in Vorarlberg.

Verkehr vermeiden, Verkehr verlagern und Verbrauch verringern, schlägt der VCÖ als Strategie vor, um den hohen Energieverbrauch des Verkehrs zu reduzieren. Eine aktuelle VCÖ-Untersuchung verdeutlicht, wie groß das Energiesparpotenzial im Verkehr ist. Im Vorjahr legten die 159.000 Pkw der privaten Haushalte in Vorarlberg in Summe rund 1,93 Milliarden Kilometer zurück und verbrauchten dafür 139 Millionen Liter Sprit. "Fast die Hälfte der Autofahrten ist kürzer als fünf Kilometer", sagte Blum. Hier ortet der VCÖ-Experte ein großes Verlagerungspotenzial: "Bei einer entsprechenden Senkung der Fahrleistung um 20 Prozent und einer Verringerung des Spritverbrauchs um zehn Prozent, ersparen sich die Vorarlberger Haushalte Treibstoffkosten in der Höhe von rund 44 Millionen Euro pro Jahr." Gleichzeitig verringerten sich die CO2-Emissionen um jährlich 96.000 Tonnen. "Maßnahmen und Projekte wie der diesjährige Träger des Mobilitätspreises leisten einen Beitrag zur Senkung des Energieverbrauchs und zur Entlastung der Umwelt", so Blum.

Vorarlberg setzt auf den Öffentlichen Verkehr und das Fahrrad

"Bei der Verlagerung des Verkehrs spielen ein gutes Öffentliches Verkehrsnetz und gute Bedingungen für das Radfahren eine zentrale Rolle", betonte Verkehrslandesrat Rüdisser mit einem Verweis auf erfreuliche Zahlen: Im letzten Jahr wurden in Vorarlberg 3,8 Millionen Tickets verkauft. Die Zahl der Jahreskarten ist gegenüber dem Jahr davor um fünf Prozent gestiegen. Busse und Züge zählten insgesamt 76,5 Millionen Beförderungen und legten dabei 21,4 Millionen Kilometer zurück. Jeden Tag fahren die Stadt-, Land- und Ortsbusse in Vorarlberg eine Strecke, die länger ist als der Erdumfang.

"Vorarlberg ist unter den österreichischen Ländern führend in der Umsetzung eines umfassenden Mobilitätsmanagements - und damit auf dem besten Weg, die strategischen Ziele im Verkehrskonzept unseres Landes zu erreichen", zieht Rüdisser Bilanz. Erklärtes Ziel des Landes sei es, bis 2015 den Anteil des Radverkehrs um drei Prozent, den Anteil des Öffentlichen Verkehrs um zwei Prozent und den der Pkw-Mitfahrer um ein Prozent zu steigern.

VCÖ-Mobilitätspreis für Tageskarte Euregio Bodensee

Beim diesjährigen VCÖ-Mobilitätspreis Vorarlberg wurden insgesamt 22 Projekte von Gemeinden, Unternehmen, Vereinen und Schulen eingereicht. Thema des größten Wettbewerbs für nachhaltige Mobilität war, wie bei gleichbleibender Mobilität der Energieverbrauch des Verkehrs verringert werden kann.

Die Tageskarte Euregio Bodensee (TKEB) ermöglicht eine uneingeschränkte Anzahl von (auch grenzüberschreitenden) Fahrten mit Bahn, Bus und Fähre. Sie soll die Bevölkerung aus der Region und Gäste zum Umstieg vom motorisierten Individualverkehr auf öffentliche Verkehrsmittel bewegen. In Verbindung mit dem Ticket gibt es auch Ermäßigungen bei den Attraktionen rund um den Bodensee. Eingeschlossen sind rund 4.000 Kilometer Bus- und Bahnstrecke sowie etwa 16 Kilometer Seeverbindungen. "Im Jahr 2009 haben mehr als 30.000 Personen Tageskarten für die Region Bodensee gekauft", berichtete IBK-Geschäftsführer Schnell. Die Tarife sind familienfreundlich gestaltet, Ermäßigungen auf die Karte erhält, wer eine der nationalen Mitgliedskarten besitzt (Vorteilscard, Bahncard, Halbtax). Weitere Infos unter www.euregiokarte.com

Der VCÖ-Mobilitätspreis Vorarlberg wurde heuer zum 6. Mal in Kooperation mit dem Land Vorarlberg und dem ÖBB-Postbus durchgeführt. Unterstützt wurde der VCÖ-Mobilitätspreis Vorarlberg auch von der VKW AG, dem Verkehrsverbund Vorarlberg und Rhomberg Bau. "Beim öffentlichen Verkehr ist ein sparsamer Umgang mit den Energieressourcen ein Gebot der Stunde", sagte Josef Fessler vom ÖBB Postbus GmbH und nannte ein Beispiel: Durch Spritspartrainings konnte der tägliche Dieselverbrauch der ÖBB-Postbusse von 13.000 Litern um acht Prozent, das sind 850 Liter, gesenkt werden.

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