Ökumene-Tagung in Wien will neue Perspektiven auf Papstamt eröffnen

Ab Montag tagt in Wien die zwölfte Vollversammlung der offiziellen Dialog-Kommission der katholischen und orthodoxen Kirche

Wien, 17.09.10 (KAP) Rund 30 Experten aus Ost- und Westkirche kommen ab Montag im Wiener Kardinal König-Haus zur zwölften Vollversammlung der offiziellen "Kommission für den theologischen Dialog zwischen der katholischen und orthodoxen Kirche" zusammen. Thema der nichtöffentlichen Tagung ist die Stellung des Papstes innerhalb der Kirche im ersten Jahrtausend. Letztlich geht es dabei aber um kein historisches Thema, vielmehr erhoffen sich beide Seiten davon einen Schlüssel, um das wohl zentralste Hindernis im Weg zur Einheit von Ost- und Westkirche zu beseitigen: Die unterschiedliche Auffassung über die mögliche Stellung des Papstes in einer vereinten Kirche.

Ziel der Konferenz ist es, das Verhältnis von päpstlicher Vorrangstellung und der Selbständigkeit der einzelnen Teilkirchen, wie dies im ersten Jahrtausend in Theorie und Praxis verwirklicht war, zu ergründen. Von einem solchen Befund erhoffen sich beide Seiten ein Grundlage, auf der Perspektiven für ein zukünftiges Primatsmodell entwickeln könnte, das für die katholische wie orthodoxe Kirche akzeptabel ist. Doch bis dahin scheint es noch ein weiter Weg zu sein, den die Kirchen überdies erst seit der Vollversammlung von Ravenna (2007) mit einem gewissen Elan in Angriff genommen haben.

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