Neues Volksblatt: "Unaufgeregt" (von Werner Rohrhofer)

Ausgabe vom 17. September 2010

Linz (OTS) - Jetzt wird also vollzogen, was sich seit geraumer
Zeit abgezeichnet hat: Der Wechsel von Josef Stockinger in die Privatwirtschaft. Zuerst einmal fällt auf, wie unaufgeregt die Sache über die Bühne geht. Der Abgang und die neue Aufgabe werden bekannt gegeben, dazu ein Fahrplan. Und Stockinger kündigt an, er werde in einer eigenen Pressekonferenz Bilanz ziehen. Natürlich gibt es die üblichen medialen Spekulationen, wer Stockinger nachfolgt. Aber auch diese Entscheidung wird unaufgeregt und nach sachlichen Kriterien fallen. Abgesehen davon, wie Stockingers Wechsel vollzogen wird, zeigt sich darin aber noch ein Zweites: Die manchmal zu hörende Kritik, dass Politiker sozusagen in einem "geschützten Bereich" agieren und in der freien Wirtschaft versagen würden, diese Kritik wird hier widerlegt. Eine große Versicherung wie die "Oberösterreichische" wird sich keinen Politiker an die Spitze holen, der nur einen Versorgungsjob braucht. Das wäre den Tausenden Versicherten und auch den Beschäftigten gegenüber grob fahrlässig. Und auch Stockinger - davon kann man ausgehen - ist sich der Verantwortung bewusst, die mit dem neuen Job verbunden ist, den er ja aus freien Stücken übernimmt. Weil er sich diesen Job zutraut.

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