Grüne Wien: Wir kämpfen dafür, dass auch Parteiobmänner schwul sein können

Schreuder: Lesben und Schwule brauchen Vorbilder und keine Versteckspiele

Wien (OTS) - Nach den gestrigen Aussagen des FP-Gemeinderats
Gerald Ebinger "die FPÖ sei 17 Jahre von einem Schwulen geleitet worden" meint Marco Schreuder, offen schwuler Politiker der Grünen Wien: "Das traurige ist doch, dass ein Parteiobmann, der angeblich schwul war, dies öffentlich nicht sagen konnte, falls es denn überhaupt stimmt. Genauso desaströs das aktuelle Scharmützel zwischen FPÖ und BZÖ, ob Haider nun schwul war, oder nicht. Das ist total irrelevant!"

Für Schreuder ist vielmehr relevant, dass Lesben und Schwule auch offen dazu stehen, insbesondere in der Politik: "Solange Lesben und Schwule noch gemobbt und diskriminiert werden, braucht es Vorbilder, dass es auch anders geht. Die Politik kann vorzeigen, dass Lesben und Schwule selbstverständlicher Teil unserer Gesellschaft sind. Leider sind es auch bei dieser Wien-Wahl ausschließlich die Grünen die Lesben und Schwule an wählbaren Plätzen aufweisen können."

Der Streit zwischen FPÖ und BZÖ über die sexuelle Orientierung Haiders sei jedenfalls kontraproduktiv, so Schreuder: "Wenn für manche Parteien Homosexualität etwas ist, das man jemanden 'vorwerfen' kann, oder jemanden 'beschuldigt', dann sind wir noch Meilenweit von einer Normalisierung entfernt. Die beiden Rechtsaußenparteien zeigen das soeben in erschreckender Weise."

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