Schatz zum Verschwinden von Vollzeitjobs: problematische Entwicklung

Immer weniger Arbeitsplätze bringen existenzsicherndes Einkommen

Wien (OTS) - "Die Tatsache, dass immer mehr Vollzeitstellen durch Teilzeitstellen ersetzt werden, ist höchst problematisch", kommentiert Birgit Schatz, ArbeitnehmerInnensprecherin der Grünen die heute von der Statistik Austria veröffentlichten Zahlen zur Arbeitsmarktentwicklung im 2. Quartal 2010.

"Ein Großteil der Teilzeitjobs bedingt kein existenzsicherndes Einkommen. Dazu kommt, dass häufig Mehrarbeit geleistet werden muss, diese aber den ArbeitgeberInnen wesentlich billiger kommt als etwa vergleichsweise Überstunden von Vollzeitbeschäftigten. Der Trend hin zur Teilzeitarbeit bringt den Unternehmen Flexibilität und spart Personalkosten, die ArbeitnehmerInnen haben aber das Nachsehen," kritisiert Schatz. Sie fordert insgesamt eine gerechtere Verteilung von bezahlter Arbeitszeit.

"Auf der einen Seite arbeiten viele Menschen wesentlich länger, als ihnen lieb ist und machen regelmäßig Überstunden. Auf der anderen Seite nehmen Teilzeitjobs zu, von deren Einkommen man nicht leben kann. Es ist höchst an der Zeit in diese Entwicklung politisch einzugreifen," so Schatz. Wesentlich sei es dabei Überstunden zu verteuern und die Mehrstundenzuschläge der Teilzeitbeschäftigung anzuheben. "Nicht zu vergessen ist, dass zur Gruppe der Teilzeitbeschäftigten auch die geringfügig Beschäftigten gehören, deren Anzahl in den letzten Jahren deutlich gewachsen ist. Diese Menschen sind nur unfallversichert. Das ist höchst bedenklich und gehört geändert. Jeder Mensch soll auf Grund seiner Erwerbstätigkeit einen vollen Sozialversicherungsschutz haben," fordert die grüne ArbeitnehmerInnensprecherin abschließend.

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