Berlakovich: Punkt für Punkt zum klimafreundlichen Verkehr in St. Pölten

klima:aktiv mobil Tour macht in St. Pölten Station - Lebensministerium fördert 2010 alternative Mobilität bundesweit mit 15 Millionen Euro

St. Pölten (OTS) - Umweltminister Niki Berlakovich präsentierte heute in St. Pölten mit der klima:aktiv mobil Tour 2010 seine Klimaschutzoffensive für alternativen Verkehr. "Das Lebensministerium investiert heuer insgesamt 15 Millionen Euro in klimafreundliche Mobilitätsprojekte von Städten und Gemeinden, Betrieben und Tourismuseinrichtungen, auch Niederösterreich profitiert davon. Niederösterreich ist in Sachen Klimaschutz im Verkehr Vorbild. Bereits 216 niederösterreichische Städte, Gemeinden und Betriebe sind Partner des Klimaschutzprogramms klima:aktiv mobil. "Gemeinsam erzielen wir mit Projekten eine CO2-Reduktion von rund 38.300 Tonnen pro Jahr. Mit 3,8 Millionen Euro Förderung für alternative Mobilität konnten in Niederösterreich bisher Investitionen von rund 18,6 Millionen Euro ausgelöst und 210 green jobs geschaffen und gesichert werden. Klimaschutz funktioniert auch im Verkehr - diese Tour zeigt, wie jede und jeder Einzelne aktiv mitmachen und Vorteile nutzen kann", betonte Umweltminister Niki Berlakovich bei der klima:aktiv mobil Tourstation auf dem St. Pöltener Rathausplatz. An der Auftaktveranstaltung nahmen auch Martin Michalitsch, Abgeordneter zum NÖ Landtag, Matthias Stadler, Bürgermeister der Stadt St. Pölten, Sonja Zwazl, Präsidentin der Wirtschaftskammer Niederösterreich, Alfred Riedl, Präsident des Gemeindevertreterverbandes der VP Niederösterreich und Herbert Minarik, ÖBB-Konzernkoordinator für Nachhaltigkeit und Umwelt, teil.

Die klima:aktiv mobil Tour informiert am 16. und 17. September in St. Pölten über Vorteile alternativer Fahrzeuge, klimafreundliche Mobilität und lädt zu Testfahrten ein. Unter dem Motto "Punkt für Punkt zum Klimaziel" können die NiederösterreicherInnen am Rathausplatz zwei Tage lang alternative Antriebsformen kennenlernen. Elektro-, Erdgas- oder Hybridautos, E-Scooter, Elektrofahrräder oder Lastenräder stehen für Testfahrten bereit. Darüber hinaus werden Good Practice Beispiele von ProjektpartnerInnenn des klima:aktiv mobil-Förderungsprogramms präsentiert. Jugendliche sind eingeladen, Beiträge zur "wachsenden" Ausstellung "Cool Moves" zu gestalten und damit unter www.klimaaktiv.at/tour Preise zu gewinnen. Das bunte Programm bietet außerdem Führungen für Schulen und Freizeiteinrichtungen, ExpertInnen und BeraterInnen stehen den BesucherInnen mit Informationen und Tipps rund um das Thema alternative Mobilität zur Verfügung.

klima:aktiv mobil forciert alternative Verkehrslösungen
Das Lebensministerium unterstützt bereits über 900 Gemeinden und Betriebe beim Umstieg auf alternative Mobilität. Mit rund 30 Mio. Euro an Fördermitteln für Gemeinden und Betriebe im Verkehrsbereich wurden etwa 180 Mio. Euro an Investitionen ausgelöst und 2.000 green jobs geschaffen. "Investitionen in den Klimaschutz sind gut für die Umwelt, die Gesundheit und schaffen Perspektiven für die Wirtschaft und green jobs", betonte Berlakovich. Seine Botschaft an die Tour-InteressentInnen lautet: "Nicht verzichten, sondern Alternativen und neue Technologien nutzen!"

Martin Michalitsch, Abgeordneter zum NÖ Landtag und selbst passionierter Radfahrer: "Der motorisierte Verkehr ist mit 25 Prozent der heimischen CO2-Emissionen unser größtes Sorgenkind im Klimaschutz. In Zukunft wird es nicht mehr nur darauf ankommen, wo wir überall hinkommen, sondern vor allem auch wie wir dorthin kommen. Das Land NÖ setzt verstärkt auf Bewusstseinsbildung und arbeitet konsequent an Verbesserungen im öffentlichen Verkehr. So steht seit Dezember 2009 mit dem Waldviertel Buskonzept für 200.000 Menschen im Waldviertel ein neues Mobilitätsangebot zur Verfügung, das vor allem 50.000 Pendlern ihren Weg erleichtert. Ein neues Buskonzept für 25.000 Pendler mit erheblich kürzeren Reisezeiten als mit der Bahn ist derzeit auch im südlichen Mostviertel in Umsetzung. Motto: Busse fahren dort, wo Menschen wohnen und arbeiten. Mit der Entwicklung der Elektro-Mobilität, der mit 1. März 2010 gestarteten Elektroradförderung, der Einrichtung einer Modellregion für E-Mobilität in der Wachau, einer neuen Förderung für Fahrzeuge mit Alternativantrieb und dem landesweiten Aufbau des Radverleihsystems 'LEIHRADL - nextbike' will das Land NÖ das Umsteigen auf sanft-mobile Angebote in Zukunft deutlich erleichtern. In der Mobilitätswoche von 16. bis 22. September steht 'LEIHRADL - nextbike' kostenlos zur Verfügung, um noch mehr Menschen für eine umweltfreundliche Mobilität zu sensibilisieren. Höhepunkt der Mobilitätswoche in Niederösterreich ist der Radlrekordtag am 18. September, bei dem sich 140 Gemeinden mit Radlaktionen beteiligen."

"Die Stadt St. Pölten leistet zum Klimaschutz eine ganze Reihe von überaus nachhaltigen Beiträgen: Mit dem LUP steht ein umweltfreundliches und sehr effizientes öffentliches Verkehrsmittel zur Verfügung, die längste Fernwärmeleitung Österreichs von Dürnrohr nach St. Pölten ist in Betrieb, für so genannte alternative Energieformen und für das Energiesparen gibt es attraktive Förderungen, die Radwege werden ausgebaut und vieles andere umgesetzt. St. Pölten wurde für diese Aktivitäten in den letzten Jahren mehrfach ausgezeichnet, zuletzt sogar mit dem 'Climate Star'. Ein Schwerpunkt im Klimaschutz ist die Bewusstseinsbildung durch Informationsveranstaltungen. Die klima:aktiv mobil Tour vermittelt eine wichtige Botschaft: Jeder Einzelne kann und muss seinen Beitrag zum Klimaschutz leisten", betonte Bürgermeister Stadler bei der Eröffnung.

Herbert Minarik, ÖBB-Konzernkoordinator für Nachhaltigkeit und Umwelt, wies auch auf die Nutzung von Öffentlichen Verkehrsmitteln hin: "Wer öffentlich fährt, der hilft unserer Umwelt, denn nur 2 Prozent der CO2-Emissionen des Verkehrs stammen von Bahn und Bus, 95 Pro-zent hingegen von PKW und LKW. Oder auf jeden einzelnen gerechnet: Eine Fahrt mit dem PKW verursacht fünfmal so viele CO2-Emissionen wie eine Fahrt mit dem Bus. Umsteigen lohnt sich!"

Auszeichnung von Betrieben, Städten und Gemeinden

Wichtige Partner in Sachen klimaschonender Mobilität sind Städte, Gemeinden, Betriebe, Schulen und Freizeiteinrichtungen. "Die Bandbreite an Möglichkeiten, CO2-sparend mobil zu sein, reicht von der Umstellung von Fuhrparks, dem Einsatz von "Gmoabussen", der Umset-zung von Radprojekten und Spritspartrainings bis hin zur Durchführung von Projekten mit Ju-gendlichen und Schulen. In Niederösterreich wurden heute 31 Betriebe, Städte und Gemeinden sowie 16 Spritspartrainer ausgezeichnet. "Erneuerbare Energien und Energieeffizienz sind für die Betriebe in doppelter Hinsicht entscheidend: Erstens geht es um die Sicherstellung der Energieversorgung, ohne die die Wirtschaft nicht funktionieren kann. Und zweitens steckt in neuen Energietechnologien ein spannendes und zukunftsträchtiges Geschäftsfeld für unsere Betriebe, mit dem sich schwarze Zahlen machen lassen. Beide Punkte gelten vollinhaltlich auch für den Bereich der Mobilität. Wer hier rechtzeitig neue Wege sucht und findet, holt sich selbst einen Vorsprung heraus", so Sonja Zwazl, Präsidentin der Wirtschaftskammer Niederösterreich.

Alfred Riedl, der Präsident des Gemeindevertreterverbandes der VP Niederösterreich, ergänz-te: "Gerade die Gemeinden sind es, die mit viel Engagement Klimaschutz und Energieeffizienz in unserem Land vorantreiben. Mit ihren zahlreichen Initiativen und vielfältigen Ideen sind sie die Motoren für die Energie- und Klimaziele. Damit übernehmen die Gemeinden nicht nur eine wichtige Vorbildrolle, sondern fungieren auch als Kommunikatoren zu den Menschen hin. Wenn die Gemeinde selbst etwas für den Klimaschutz und die Energieeffizienz tut, dann fällt es den Menschen auch leichter, im privaten Umfeld etwas zu tun. Unsere Gemeinden leisten viel und wissen, dass Klimaschutz und Energieeffizienz auch eine Verpflichtung gegenüber unseren BürgerInnen ist."

Mobilitätswoche: Die Woche der Sanften Mobilität in Österreichs Gemeinden

Bereits zum elften Mal organisiert das Klimabündnis mit Unterstützung des Lebensministeriums die größte Kampagne für Sanfte Mobilität in Europa. Von 16. bis 22. September dreht sich bei der Europäischen Mobilitätswoche mit dem Autofreien Tag am 22. September alles um klimafreundliche Alternativen zum Auto. Jährlich nehmen 400 Städte und Gemeinden aus ganz Österreich an der Mobilitätswoche teil. Das Klimabündnis unterstützt diese mit Infomaterialien, Aktionsvorschlägen, Wettbewerben und Schulprojekten genauso wie mit Vorträgen oder auch kulturellen Angeboten, die zur Sanften Mobilität passen. Umweltminister Berlakovich lädt zur regen Teilnahme ein:
"Rund die Hälfte aller Autofahrten sind kürzer als 6 km und damit ideale Radfahrdistanzen, das wollen wir mit unseren Initiativen im Bewusstsein unserer BürgerInnen stärker verankern", so der Umweltminister.

Die klima:aktiv mobil Tour durch Österreich

Das Lebensministerium tourt noch bis Oktober 2010 durch Österreich. Nächste Stationen sind Eisenstadt, Bregenz und Innsbruck. Öffnungszeiten jeweils 10 bis 18 Uhr.
Tourstation St. Pölten: 16. und 17. September am Rathausplatz. Weitere Informationen und Termine unter www.klimaaktiv.at/tour

Weitere Bilder unter:
http://pressefotos.at/m.php?g=1&u=52&dir=201009&e=20100916_y&a=event

Rückfragen & Kontakt:

Mag. Doris Ostermann
Pressesprecherin Lebensministerium
01-71100-6918
doris.ostermann@lebensministerium.at
www.klimaaktiv.at/tour

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