Bayr begrüßt Ernennung Bachelets zur Chefin von UN Women

Viele globale Entwicklungsfragen hängen von Bildung und Gleichberechtigung der Frauen ab

Wien (OTS/SK) - Petra Bayr, SPÖ-Bereichssprecherin für Globale Entwicklung, begrüßt die Ernennung der ehemaligen chilenischen Präsidentin Michelle Bachelet zur Chefin der neuen UN-Behörde "UN Women". "Das bislang gezeigte Engagement von Michelle Bachelet in Frauenangelegenheiten macht sie für diese Position besonders geeignet", so Bayr, "ich bin davon überzeugt, dass sie in diesem wichtigen Bereich einiges bewegen wird!" Bayr ist als Initiatorin der Österreichischen Plattform gegen weibliche Genitalverstümmelung (stopFGM.net) und stv. Vorsitzende der Wiener SPÖ Frauen neben ihrem Engagement in globalen Frauenfragen auch in Österreich seit Jahren mit Frauenthemen befasst. "Die Einrichtung von UN Women ist ein wichtiger und zukunftsweisender Schritt", ist Bayr überzeugt, "denn besonders in Frauenfragen gibt es weltweit noch vieles zu bewirken, was für eine globale Entwicklung zu einer gerechteren Welt unbedingt notwendig ist." ****

Als Beispiele für rasch anzugehende Problemfelder nennt Bayr die weibliche Genitalverstümmelung, die in vielen Ländern Afrikas und Asiens zwischen 70 und 90 Prozent der weiblichen Bevölkerung betrifft und eine eklatante Menschenrechtsverletzung mit ungemein schmerzhaften lebenslangen Konsequenzen für Körper und Psyche der betroffenen Mädchen und Frauen bedeutet. "Aber auch das UN-Millenniumsziel Nr.5, die Müttersterblichkeit zu senken, ist trotz der Verbesserungen in den letzten 20 Jahren noch immer das am wenigsten umgesetzte Ziel", weist Bayr auf die eklatante Benachteiligung der Frauen weltweit hin, "zudem wissen wir, dass viele andere Entwicklungsziele, wie die Reduktion von Armut und Hunger, nur mit einer Besserstellung der Frauen erreicht werden können."

"Die Durchsetzung der Bildungsmöglichkeiten für Frauen und Mädchen wird sicherlich eine zentrale Aufgabe von UN Women sein", erklärt Bayr, "mit der Realisierung einer breiteren Grundbildung in den Entwicklungsländern wäre auch ein wichtiger Schritt im Gesundheitssektor erreicht, da die Informationsverbreitung beispielsweise über die Infektionsgefahren bei ungeschütztem Geschlechtsverkehr unter AnalphabetInnen besonders schwierig ist."

Zuletzt verweist Bayr auf die zentrale Forderung nach Selbstbestimmung und wirtschaftlicher Unabhängigkeit der Frauen, die Grundvoraussetzung für Gleichberechtigung zwischen den Geschlechtern ist. "Ich freue mich, dass die Frauen weltweit mit Michelle Bachelet eine kompetente Verfechterin der Frauenrechte bekommen und dass mit UN Women eine Kapazitätsaufstockung für Frauenfragen innerhalb der Vereinten Nationen gelungen ist!", so Bayr abschließend. (Schluss) up/mp

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