Junge Wirtschaft begrüßt Vorschlag für sozialen Dienst bei Mindestsicherung

JW-Roth: "Mindestsicherung ist wichtiger Beitrag zur Armutsbekämpfung - allerdings muss sozialer Missbrauch vermieden werden!"

Wien (OTS/PWK701) - Die seit September 2010 geltende bedarfsorientierte Mindestsicherung stellt einen wichtigen Beitrag zur Abfederung von Härtefällen dar. Wer aufgrund widriger Verhältnisse keinen Job bekommen kann, dem wird geholfen. Markus Roth, Bundesvorsitzender der Jungen Wirtschaft (JW), zeigt sich allerdings überzeugt: "Jeder, der ein Gehalt bekommt, muss dafür eine Leistung erbringen. Warum sollten Bezieher der Mindestsicherung im Gegenzug nicht auch einen Dienst an der Allgemeinheit leisten?" Vorstellbar wären etwa die Übernahme von ehrenamtlichen Aufgaben in Vereinen oder in Gemeinden. "Das wäre auch für die Betroffenen ein gute Möglichkeit, durch eine geregelten Tätigkeit wieder am Arbeitsmarkt Fuß zu fassen", so Roth.

Er bekräftigt damit seine Anfang September aufgestellte Forderung nach einer Gegenleistung für die Mindestsicherung und freut sich, dass diese von der Politik aufgegriffen wurde. Roth begrüßt auch den jüngsten Vorschlag von Staatssekretärin Christine Marek, die unter bestimmten Kriterien ebenfalls die Verrichtung eines sozialen Dienstes für Mindestsicherungsbezieher vorschlägt.

Ziel der Mindestsicherung ist es, Armutsbekämpfung zu betreiben. Es muss aber auch sozialer Missbrauch vermieden werden. "Es wäre wenig wünschenswert, wenn diese Regelung ähnlich ausufernde, nicht geplante Kosten verursachen würde, wie das bei der Hacklerregelung der Fall ist", warnt Roth eindringlich vor möglichen negativen Konsequenzen. (ES)

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