Mailath: Kritisches Kabarett ist Teil eines offenen Kulturklimas

Kulturstadtrat überreichte Österreichischen Kabarettpreis 2010 an Gernot & Niavarani im Vindobona

Wien (OTS) - Im Rahmen einer stimmungsvollen Galaveranstaltung überreichte Kulturstadtrat Andreas Mailath-Pokorny gestern, Mittwoch, im Kabarett Vindobona den "Österreichischen Kabarettpreis 2010" an die diesjährigen GewinnerInnen. Der Hauptpreis ging an Gernot & Niavarani und deren Programm "2 Musterknaben", über den Förderpreis freute sich Nadja Maleh, die die Auszeichnung für ihr Programm "Radio Aktiv" erhielt. Das Preisgeld in der Höhe von insgesamt 10.000 Euro -Hauptpreis 7000 Euro, Förderpreis 3000 Euro - wurde von der Kulturabteilung der Stadt Wien zur Verfügung gestellt. Im Interview mit Ö1 Kulturlady Doris Glaser brachte Mailath seine Bewunderung für die österreichischen KabarettistInnen zum Ausdruck: "Täglich können wir erleben, dass die Wirklichkeit jede Satire längst überholt hat. Dass Kabarettisten angesichts dieser Konkurrenz nicht einfach das Feld räumen, ist ihnen hoch anzurechnen", erklärte der Kulturstadtrat.

"Das Kabarett ist ein unverzichtbarer Bestandteil der österreichischen und im besonderen der Wiener Kulturlandschaft. Für mich ist es selbstverständlich, dass das Kabarett als kritisch-moralische Instanz Teil eines offenen Kulturklimas in dieser Stadt ist", begründet Mailath das Engagement der Stadt. "Der Österreichische Kabarettpreis leistet einen wichtigen Betrag zur Aufwertung und Belebung der Wiener Kabarettszene."

ORF Redakteur Peter Wustinger wurde als Vertreter der Jury, bestehend aus KabarettjournalistInnen österreichischer Medien, auf die Bühne gebeten. "Die Jury war sich dieses Jahr ziemlich rasch einig wer die beiden Preise verdient. Besonders freut es mich, dass eine so tolle Frau wie Nadja Maleh unter den Preisträgern ist", kommentierte Wustinger die Juryentscheidung.

Das Publikum konnte an diesem Abend nicht nur Ausschnitte aus den preisgekrönten Programmen sehen, sondern auch Werner Schneyder, der den Preisträgern Viktor Gernot und Michael Niavarani mit seiner "Schmährede" huldigte: "Ich habe das erste Programm 'Gefühlsecht' gesehen und sehr gelacht. Das ist Kabarett in seiner höchsten Form." Darüber hinaus bekamen die Gäste Gelegenheit, drei Lieder aus der neuen Produktion des Kabarett Vindobona "Mitten ins Herz - Lieder der Sehnsucht", noch vor der Premiere am 1. Oktober, zu hören.

Das Preisgeld in der Höhe von 7000 Euro spendeten Gernot & Niavarani an eine junge Familie mit vier Kindern, deren Vater vor kurzem an Krebs gestorben war.

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Mediensprecherin StR. Dr. Andreas Mailath-Pokorny
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