Schönborn und Landau fordern faire Budgetkonsolidierung

Gemeinsamer Appell: "Nicht auf dem Rücken der schwächsten und am Rande der Gesellschaft stehenden Menschen sparen" - Gegen Pauschalverdächtigungen und Drohungen im Wahlkampf

Wien, 16.09.10 (KAP) Kardinal Christoph Schönborn und der Wiener Caritasdirektor Michael Landau haben an die österreichische Bundesregierung appelliert, beim geplanten Budget "nicht auf dem Rücken der schwächsten und am Rande der Gesellschaft stehenden Menschen zu sparen". Die Budgetkonsolidierung sei zweifellos notwendig, betonte Schönborn bei einer Pressekonferenz am Donnerstag in Wien, doch müsse gerecht und fair gespart werden: "Es tut unserem Land, den Menschen und dem sozialen Klima nicht gut, wenn die Armut durch Sparmaßnahmen einseitig vergrößert wird."

Caritasdirektor Landau zeigte sich bei der Pressekonferenz besorgt, dass die unschuldigen Opfer der Wirtschaftskrise nun ein zweites Mal zum Handkuss kämen. Die Caritas fordere deshalb eine Sozialverträglichkeitsprüfung für alle geplanten Sparmaßnahmen, sagte Landau.

Kardinal Schönborn meinte auf Anfrage zum umstrittenen Internetspiel der steirischen FPÖ, in dem auf Muezzine geschossen wird, wörtlich:
Jeder der auch nur in die Nähe der Idee kommt, dass man andere Menschen abschießen kann, verdient entschiedenste Ablehnung." Hier sei die Justiz gefordert.

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