SP-Hora: "Wiens Stadtplanung verfolgt holistische Sichtweise"

Wien (OTS/SPW-K) - "Erfolgreiche Stadtplanung muss eine
holistische Sichtweise verfolgen und darf nicht zwischen Wohnbau und Betriebsgeländen werten oder die beiden gegeneinander ausspielen. In Wien wird dank einer vorausschauenden und umsichtigen Stadtplanung und -Entwicklung auf beides gleichermaßen geachtet. Leider ist diese Umsicht nicht bei den Oppositionsparteien zu finden, die immer wieder die Sinnhaftigkeit des Wohnbaus in Frage stellen", betont heute, Donnerstag, der Vorsitzende des Planungsausschusses, SP-Gemeinderat Karlheinz Hora anlässlich der gestrigen Diskussion, zu der die "Initiative für ein lebenswertes Transdanubien" geladen hatte.

Angesichts des steigenden Bedarfs an leistbarem Wohnraum sei es unnachvollziehbar wieso die Errichtung neuer Wohnbauten durch Grüne und FPÖ immer wieder hinterfragt werde, betont Hora. "Die Demographie unserer Gesellschaft ist einem Wandel unterzogen: Durch längere Lebenserwartung, aber auch durch Zuzug, Erhöhung der Geburtenrate und der Zunahme an Single-Haushalten ist aus heutiger Sicht für die Zukunft mit einem höheren Wohnbedarf zu rechnen. Laut der Statistik Austria hatten zu Beginn des Jahres 2001 rund 1,56 Mio. Menschen ihren Hauptwohnsitz in Wien, Ende Juni 2010 waren es bereits 1,7 Mio. Das heißt, in fast zehn Jahren ist Wiens Bevölkerung um rund 135.000 Personen angewachsen. Wir beobachten diese Entwicklung sehr genau und setzen rechtzeitig die nötigen Maßnahmen, um die Nachfrage auch in den nächsten Jahren decken zu können", betont Hora.

Die Deckung des Wohnbedarfs sei von immenser Bedeutung, denn "andere Städte zeigen uns vor, was passiert, wenn der Wohnraum knapp und alleine dem privaten Markt überlassen wird. Der, derzeit heiß diskutierte, Verkauf der Buwog-Wohnungen ist hier ebenso Mahnung wie der aktuelle durchschnittliche Mietpreis in Paris, der bei 22,3 Euro pro Quadratmeter liegt. Durch die konstante Neubauleistung - rund 20.000 Wohnungen in den letzten drei Jahren - hat der geförderte Wiener Wohnbau auch eine preisdämpfende Wirkung auf den gesamten Wohnungsmarkt", unterstreicht Hora.

Bedenklich sei auch, wenn nun auch die Wiener Wirtschaftskammerpräsidentin Jank den Wohnbau in Zweifel ziehe. "Wien schafft beides, denn neben dem klaren Ja zur Errichtung geförderter Wohnbauten, fördert und unterstützt Wien natürlich auch die Ansiedlung neuer Betriebe. Schon heute wählen mehr als die Hälfte aller sich jährlich in Österreich ansiedelnden ausländischen Betriebe Wien als Standort. Als aktuelles Beispiel ist hier die Firma Alstom anzuführen, die ihren Mitarbeiterstand in Österreich in den letzten zwei Jahren verdoppelt und so neue Arbeitsplätze geschaffen hat. Erst vor kurzem entschied Alstom die Verlagerung ihrer Verkehrstechnik von München nach Wien", erklärt der Gemeinderat.

"Dass die Wienerinnen und Wiener Anteil an der Entwicklung ihrer Stadt nehmen, ist sehr erfreulich und auch Zeichen, wie groß der Stolz auf Wien ist. Die Meinung der Menschen ist uns wichtig, daher bietet die Stadt Wien auf unterschiedlichsten Ebenen und zugeschnitten auf die jeweiligen Themen und Projekte eine breite Palette an Beteiligungsformen. Das beginnt bei dem Recht, zu geplanten Flächenwidmungen Stellung zu nehmen, und reicht über kooperative Planungsprozesse, wie beispielweise beim Kabelwerk bis hin zu den Instrumenten der direkten Demokratie in Form des Volksbegehrens, der Volksbefragung und der Volksabstimmung. Ausgezeichnet läuft auch die Kooperation mit der Lokalen Agenda oder den Gebietsbetreuungen, die gemeinsam mit den Bewohnerinnen und Bewohnern Lösungen erarbeiten und die Menschen in die Weiterentwicklung Wiens einbinden", so Hora. "Trotz des klaren Bekenntnis zur Bürgerpartizipation muss es eine zentrale Stelle geben, die Wien als Gesamtheit sieht und holistisch denkt, denn nur so kann der erfolgreiche Wiener Weg fortgesetzt werden", betont Hora abschließend. (Schluss) lok

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