Küng: Sparen bei Familien ist "ganz falsches Signal"

St. Pöltner Bischof feiert am 17. September 70. Geburtstag und fordert im "Kathpress"-Gespräch: "Es muss alles getan werden, um das 'Ja' zur Familie und das 'Ja' zu Kindern zu fördern"

St. Pölten, 16.09.10 (KAP) Gegen drohende Budgetkürzungen im Familienbereich hat sich der St. Pöltner Bischof Klaus Küng ausgesprochen. Er ist in der österreichischen Bischofskonferenz u.a. für Familienfragen zuständig. Die Notwendigkeit, Einsparungen vorzunehmen, sei zwar unbestritten, an erster Stelle müssten aber jene ihren Beitrag leisten, die die Wirtschaftskrise ausgelöst haben, so Küng im Gespräch mit "Kathpress" und weiter wörtlich:
"Dass den Familien erneut etwas weggenommen werden soll, was ihnen vor kurzem gewährt wurde, halte ich nicht nur für ungerecht, sondern für ein ganz falsches Signal."

Er werde auch nicht aufhören, in Bezug auf die Familienpolitik ein Umdenken einzumahnen, betonte der Bischof, der am 17. September seinen 70. Geburtstag feiert: "Es muss alles getan werden, um das 'Ja' zur Familie und das 'Ja' zu Kindern zu fördern."

Die derzeitige gesellschaftliche Situation, die etwa durch einen starken Rückgang an Trauungen, eine "zu kleine Kinderzahl" und eine hohe Zahl an Scheidungen gekennzeichnet sei, bezeichnete Küng als "sehr besorgniserregend". Im Bereich kleiner Gruppen innerhalb der Kirche zeigten sich allerdings auch neue hoffnungsvolle Trends:
"Christliche Familien, die eindeutig die Familie als sehr wichtig betrachten und Kinder bejahen."

Ausdrücklich unterstrich der St. Pöltner Bischof die Bedeutung der Familie für die Gesellschaft wie für die Kirche, denn: "Woher werden die zukünftigen Verantwortungsträger kommen?" Die Zukunft der Pfarren werde weitgehend darin bestehen, "Heimat für die Familie zu sein". Auch hier gelte: "Woher sonst sollen die Berufungen kommen?".

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