"KURIER"-Kommentar von Otto Klambauer: "Flagge zeigen in der EU"

Österreichs Staatsspitze reist gerade zum richtigen Zeitpunkt nach Brüssel.

Wien (OTS) - Früher waren es die Nachbarschaftsbesuche in der Schweiz und in Ungarn, die ein österreichisches Staatsoberhaupt als erste Reisen absolvierte. 2010 unternimmt Bundespräsident Heinz Fischer seine erste Auslandsreise nach der Wiederwahl zu den EU-Institutionen nach Brüssel. Ein klares Signal, wie sehr Europa bereits zusammengewachsen ist. Fischer auf den Fuß folgen Bundeskanzler Faymann und Außenminister Spindelegger, zum EU-Gipfel am Donnerstag.
Die Österreicher-Tage in Brüssel kommen gerade im richtigen Moment: Hinter den EU-Kulissen wird heftig um den neuen Diplomatischen Dienst der EU gerungen. Jedes EU-Land bringt seine Spitzendiplomaten in Position. Beste Gelegenheit für Fischer, Faymann und Spindelegger, noch rechtzeitig die Chancen der Österreicher zu verbessern. Dazu ist persönliche Reisediplomatie gut - Floskeln lassen sich im Internet-Zeitalter per Videokonferenzen auch übermitteln.
Umso verzichtbarer sind Wortmeldungen wie die des freiheitlichen Europa-Abgeordneten Andreas Mölzer, der Fischer "platte EU-Sympathie" vorwirft und dessen Empfang im Europa-Parlament fernbleibt. Solche Vertreter Österreichs auf der EU-Bühne sind verzichtbar - aber nicht die Staatsspitzen, die für ihr Land werben.

Rückfragen & Kontakt:

KURIER, Europaredaktion
Tel.: (01) 52 100/2651

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | PKU0002