Berlakovich: Bio, regional und fair einkaufen für Klimaschutz, Arbeitsplätze und mehr Lebensqualität

Zum 7. Mal Nachhaltige Wochen vom 15. September bis 15. Oktober 2010 in mehr als 10.000 Geschäften

Wien (OTS/bmlfuw) - Vom 15. September bis 15. Oktober 2010 weisen Geschäftsleute und Handelsketten bei den 7. Nachhaltigen Wochen auf die Bedeutung des sozialen und ökologischen Einkaufs hin. "Gemeinsam wollen wir den Konsumentinnen und Konsumenten zeigen, dass der richtige Griff ins Einkaufsregal ein enormer Beitrag für Umweltschutz, Gesundheit und Lebensqualität, soziale Arbeitsbedingungen vor Ort, sichere Arbeitsplätze und Wertschöpfung ist", unterstreicht Umweltminister Niki Berlakovich die Zielsetzung der gemeinsamen Initiative des Lebensministeriums in Zusammenarbeit mit dem österreichischen Handel. Die Wirtschaftskammer Österreich, das Wirtschaftsministerium, die Entwicklungszusammenarbeit im Außenministerium sowie das Land Oberösterreich unterstützen die Aktion, die heuer erstmals im Rahmen der ganzjährigen Initiative "Bewusst kaufen" stattfindet. ****

Heuer sind 44 Handelsketten und über 3.000 selbständige Kaufleute aus neun Branchen in mehr als 10.000 Geschäften an den "Nachhaltigen Wochen" beteiligt und weisen mit der grünen Aktionsmarke "Das bringt's nachhaltig" auf regionale Erzeugung, kontrolliert biologischen Anbau, fairen Handel sowie auf energiesparende und umweltschonende Produktion hin. Landwirtschafts- und Umweltminister Niki Berlakovich erklärt das Ziel der gemeinsamen Aktion und belegt dies an einem konkreten Beispiel: "Wer jetzt im Regal zu einem saisonal gereiften Bio-Apfel aus der Region greift, kauft ein Produkt höchster Qualität und Frische zu einem günstigen Preis, schützt die Umwelt durch kurze Transportwege und geringen Energieeinsatz und sichert Arbeitsplätze in der heimischen Lebensmittelproduktion. Ein Kilogramm heimischer Äpfel hat einen zwölf Mal leichteren CO2-Rucksack von als ein Kilogramm Äpfel aus Südafrika."

Positive Entwicklung beim Kaufverhalten

Der Erfolg des Engagements für Nachhaltigkeit zeigt sich eindeutig in der Entwicklung des Kaufverhaltens: Im Vorjahr kletterte der Bio-Umsatz in Österreich auf 948,2 Mio. Euro Dieser Trend setzt sich weiter fort. Von Jänner bis April 2010 stieg der Bio-Absatz von Lebensmitteln in Österreich im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 40 %, der Umsatz um 30 %. Für 62 % der heimischen KonsumentInnen ist Bio mittlerweile ein entscheidendes Kauf-Kriterium, genauso wie kurze Transportwege (88 %) und die Herkunft (83 %) eines Produktes (Lebensmittelstudie 2010).

Um den KonsumentInnen beim Einkauf Sicherheit zu geben, stehen in Österreich z. B. mit den AMA-Zeichen Herkunftssiegel zur Verfügung. Darüber hinaus machen Initiativen wie GENUSS REGION ÖSTERREICH und zahlreiche regionale Marken wie "Qualität Tirol", "Styria Beef" oder "Gutes vom Bauernhof" auf die breite Angebotspalette der heimischen Landwirtschaft aufmerksam. Für Produkte, die nicht im Inland erzeugt werden können, wie etwa Kaffee, gibt es das FAIRTRADE-Gütesiegel als Zeichen für faire Preise und Abnahmegarantien für Produzenten. Damit tragen KonsumentInnen dazu bei, die Armut zu verringern und die Lebensqualität sowie die Arbeitsbedingungen von Kleinbauernfamilien nachhaltig zu verbessern: Wenn nur zehn Menschen in Europa regelmäßig fair gehandelten Kaffee kaufen, kann eine Familie in einem der 60 Produktionsländer davon leben.

"Der österreichische Handel ist sich seiner Verantwortung gegenüber den Konsumentinnen und Konsumenten als auch der Umwelt gegenüber bewusst und leistet mit hochwertigen Produkten und regionaler Ware seinen Beitrag zu einer nachhaltigen Zukunft am Wirtschaftsstandort Österreich", so Fritz Aichinger, Obmann der WKÖ-Bundessparte Handel. Zusätzlich trägt der Einzelhandel für seine rund 260.000 Beschäftigten eine große soziale Verantwortung. Immer mehr Handelsunternehmen dokumentieren daher ihre Aktivitäten und damit ihren Qualitätsvorsprung in Nachhaltigkeitsberichten.

Nachhaltigkeit im Handel immer wichtiger

Nachhaltigkeit geht mittlerweile weit über das Sortiment hinaus. "Unternehmen, die Umweltschutz und soziale Standards zu ihrer Philosophie machen, profitieren und machen sich zukunftsfähig. Ressourceneinsparung, Energieeffizienz und der Einsatz erneuerbarer Energien in der Produktion oder in den Geschäften sowie eine durchdachte Transportlogistik mit alternativen Antrieben und Treibstoffen sichern eindeutige Wettbewerbsvorteile und schaffen dadurch Arbeitsplätze", betont Umweltminister Niki Berlakovich.

Das Lebensministerium unterstützt Unternehmen bei Initiativen für mehr Energieeffizienz.

Der Heizwärmebedarf in einem Geschäftslokal in der Wiener Kärntnerstraße konnte durch Optimierung, Dämmung und Wärmerückgewinnung um 86 Prozent abgesenkt werden. Gekoppelt mit dem Umstieg auf Grünstrom aus Wasserkraft wurde auf 210 m2 Fläche eine CO2-Einsparung von fast 30 Tonnen im Jahr erzielt.

Neue KonsumentInnen-Plattform online - mit Gewinnspiel

Bei den Nachhaltigen Wochen 2010 liegen über eine Million Info-Folder im Handel auf und informieren die Bevölkerung. Mehr Informationen sowie ein großes Online-Gewinnspiel mit vielen nachhaltigen Preisen gibt es auf www.bewusstkaufen.at. Mit dieser KonsumentInnen-Plattform erhalten KonsumentInnen umfangreiche und gut sortierte Informationen für den umwelt- und sozial gerechten Einkauf:
Ein praktischer Einkaufsratgeber informiert über Rohstoffe, Anbau und Produktionsverfahren aber auch über Schadstoffe und soziale Missstände bei importierten Waren. Der Online-Saisonkalender informiert über heimische Obst- und Gemüsesorten und deren Haupterntezeiten. Die Labeldatenbank bringt Licht in den Dschungel der Gütezeichen: Sie enthält mehr als 250 gängige Labels und Gütezeichen, die man beim Einkaufen auf verschiedenen Produkten mit nachhaltigem Anspruch finden kann.

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Mag. Doris Ostermann, doris.ostermann@lebensministerium.at,
Tel.: +43 (0)1-71100-6918

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