Endlich mehr Geld für die Pflege

Wien (OTS) - Der Vorsitzende der Gesundheits- und Sozialberufe in der GÖD, Johann Hable, begrüßt die Aussage des Vizekanzlers und Finanzministers Josef Pröll, im Herbst 2010 mehr Geld für die Pflege zur Verfügung zu stellen. Beziehungsweise Verhandlungen zur Einführung eines Pflegefonds zu führen.

Hable: Dieses Mehr an Geld muss ausschließlich den Pflegebedürftigen und Behinderten zu Gute kommen. Mehr Personal und eine bessere Ausbildung der 24 Std.- Betreuung ist das Gebot der Stunde.

Es ist ein Skandal, dass das Pflegepersonal insbesondere in der Hauskrankenpflege einen zusätzlichen Job braucht um zu leben. Betroffen sind vorwiegend Alleinerzieher, die mit ca. 500 Euro auskommen müssen.

Bund Länder und Gemeinden müssen in der Pflege mehr Verantwortung übernehmen

Hable: Die 24 Std.- Pflege wird ausschließlich Privaten und Vereinen überlassen, der Staat zieht sich zurück. Die öffentliche Hand muss auch im operativen Teil der Hauskrankenpflege tätig werden.

Mehr Pflegekräfte, mehr Qualität, bessere Bezahlung

Hable fordert, aus den Mitteln des zu schaffenden Pflegefonds, eine kräftige Aufstockung des Pflegepersonals, eine bessere Bezahlung und mehr Qualität zu finanzieren.

Auch die Ausbildungsreform durch das Gesundheitsministerium für Pflegeberufe ist überfällig. Junge Menschen, die nach der Pflichtschule eine Pflegeausbildung machen wollen, müssen bis zum 17 Lebensjahr warten.

Durch diese Tatsache gehen viele junge Menschen, die sich für die Pflege interessieren, verloren. Mehr Personal trägt zur Entlastung des Personals bei, bzw. es bleibt mehr Zeit für die Pflege und das Gespräch für den Betroffenen und den Angehörigen. Die Einhaltung der vorgegebenen Zeit führt oft zur Fließbandbetreuung.

Es besteht ein dringender Handlungsbedarf!

Rückfragen & Kontakt:

Johann Hable
Vorsitzender der Gesundheits- und Sozialberufe
Tel.: 06642435335

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