Grillitsch: SPÖ als bauernfeindlich entlarvt

Bauernbund wehrt sich gegen ruinöse Vorschläge

Graz (OTS) - "Jetzt legen die SPÖ und ihr Bundesgeschäftsführer Günter Kräuter die Karten auf den Tisch. Mit ihrem Fünf-Punkte-Programm für die Landwirtschaft wird restlos klar, dass die SPÖ die heimische Agrarbranche ruinieren will. Was dann droht, ist pure Industrialisierung - Landwirtschaft in einer Größenordnung, die in Österreich bis dato unbekannt ist", warnt Bauernbund-Präsident Fritz Grillitsch. "Die SPÖ hat sich ganz klar als bauernfeindlich entlarvt", so Grillitsch. Demnach wollen die Sozialisten den Bäuerinnen und Bauern EUR 80 Mio. jährlich wegnehmen. "Das bedeutet eine Kürzung bei den Ausgleichszahlungen von EUR 266,6 Mio. jährlich. Ein Euro weniger im Bundesbudget bedeutet aufgrund der Kofinanzierungsregelung aus Bund-, Landes- und EU-Mitteln EUR 3,30 weniger beim Landwirt. "Damit sind alle heimischen Bauernfamilien von schweren Einschnitten betroffen", rechnet der Bauernbund-Präsident vor. Zu mehr Verteilungsgerechtigkeit trägt dies aber nicht bei: EUR 113,- pro Hektar hieße dies, wenn die Summe auf 136.000 land- und forstwirtschaftliche Betriebe, die Förderungen erhalten, aufgeteilt wird. "Das ist eine Augenauswischerei und ein Nepp", kritisiert Grillitsch die wenig sachdienlichen Kräuter-Ideen.

SPÖ ohne Sachverstand für Agrarpolitik

Dass Kräuter jeglicher Sachverstand für die Agrarpolitik fehlt, sieht man an der Forderung, dass den 500 größten Betrieben 50% der Ausgleichszahlungen gestrichen werden sollen. "Diese Forderung geht klar zu Lasten von Wertschöpfung und Arbeitsplätzen in der Land- und Ernährungswirtschaft. In der Praxis bedeutet dies, dass die Nahrungsmittel-Industrie agrarische Rohstoffe wie Zucker und zeitweise auch Milch und Fleisch künftig nicht mehr im Inland, sondern in Übersee einkauft", führt Grillitsch aus. Dies fördere die Agroindustrie und die Zerstörung des Regenwalds in Übersee, während sich für die heimischen Bauern der Existenzkampf verschärfen würde.

"Unter dem Deckmäntelchen der Gerechtigkeit plant die SPÖ eine Schwächung der heimischen Landwirtschaft. Diese ist in ihrer bäuerlichen Struktur und Vielfältigkeit einzigartig in ganz Europa und garantiert den Konsumenten gesunde und sichere Lebensmittel -auch in der Krise", so der Bauernbund-Präsident.
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