SP-Holzmann an FP-Eisenstein: "Umfassende Maßnahmen werden im Simmeringer Kanalsystem umgesetzt"

Wien (OTS/SPW-K) - Als "unterste Schublade" bezeichnet der Simmeringer SP-Gemeinderat Ernst Holzmann die heutigen Vorwürfe von FP-Gemeinderat Eisenstein in Sachen Kanalsystem in Simmering: "Fakt ist, dass Wien Kanal längst ein umfassendes Maßnahmenpaket für Simmering geschnürt und umgesetzt hat, während die FPÖ in der Pendeluhr schläft. So wurden seit 2007 bereits 2 Mio. Euro in die Optimierung des Kanalnetzes in Simmering investiert, doch das interessiert die FPÖ nicht", erklärt Holzmann.

Die Forderungen der FPÖ seien zudem längst überholt. So wurden im Hebewerk Kaiserebersdorf bereits zusätzliche Schnecken eingebaut, die die pro Sekunde zusätzlich 22.500 Liter aus dem Kanalsystem auspumpen können und damit die Kapazität deutlich erhöhen. Die Inbetriebnahme erfolgt noch im heurigen Oktober, die Kosten belaufen sich auf 1,4 Mio. Euro. Auch wurde ein Steuerungsschieber im Bereich Thürnlhofstraße zur Verminderung und Kontrolle des Zuflusses aus dem Einzugsgebiet Liesing um 400 000 Euro errichtet. "Darüber hinaus gab es an alle Simmeringer Haushalte umfassende Informationen über die Rückstausicherheit bei Hauskanälen", hält Holzmann fest.

Faktum sei aber, dass der Klimawandel auch in Wien immer deutlicher spürbar sei. Alleine beim Katastrophenregen am 13. August 2010 seien in einer Minute 40 Liter! Regen pro Quadratmeter gefallen - eine Regenmenge, die bei normaler Regenverteilung in einem Monat fällt. "Vergleichbare Werte konnten nur in tropischen Regenwäldern nachgewiesen werden. Es handelt sich bei diesem Katastrophenregen um ein 100-jährliges Ereignis. Kein Kanalsystem der Welt kann solche Regenmengen aufnehmen und keines wird zu solchen Zwecken gebaut. Kanalsysteme dienen der Abfuhr von Abwässern und sind keine Hochwasserschutzeinrichtungen. Um dieses Potential von Kanalanlagen ideal zu nutzen, arbeitet Wien Kanal natürlich auch in Simmering an weiteren Optimierungen", erläutert Holzmann.

Mit dem Antrag in der Bezirksvertretung zur Überprüfung des Simmeringer Kanalnetzes sollen nun weitere Schritte analysiert und in Folge auch umgesetzt werden. Darunter fallen die Prüfung der Möglichkeit eines zusätzlichen Speichers im Tiefgebiet der Simmeringer Haide und die mögliche Errichtung eines leistungsfähigen Transportkanals zum möglichen Speicher Simmeringer Haide. Mit dem Rückhaltebecken könnten rund 20.000 Kubikmeter Regenwasser zwischengespeichert werden. "Angesichts der Wetterextreme sollen auch die Becken der Kläranlage Blumental in Inzersdorf zur Rückhaltung wieder aktiviert werden. Damit könnten die Abwässer aus dem Einzugsgebiet Liesing bei Niederschlägen zurückgehalten und erst bei freien Kanälen in Simmering wieder weitergeleitet werden", erklärt der Gemeinderat.

"Trotz all dieser Maßnahmen gilt: nur ein ordentlich gewarteter und dem Stand der Technik entsprechender Hauskanal mit Rückstausicherung schützt wirksam vor Überflutungen", so Holzmann, der in Richtung FPÖ abschließend betont: "Die Liste der bereits gesetzten Maßnahmen ist lang, die Investitionen in die Simmeringer Lebensqualität groß, dennoch arbeiten wir jeden Tag daran, Simmering noch lebenswerter zu machen, während die FPÖ jeden Tag nur haltlose Anschuldigungen verbreitet". (Schluss)

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