Sünkel zu Karl-Kritik: "Gesetzgeber soll sich Beispiel an Unis nehmen"

Wien (OTS) - Mit Erstaunen nimmt die Universitätenkonferenz
(uniko) die jüngste mediale Kritik von Bundesministerin Beatrix Karl zur Kenntnis, wonach es an den Universitäten "durchaus Effizienzdefizite" gäbe. uniko-Präsident Hans Sünkel hält dazu Folgendes fest: "Gerade die Universitäten haben mit Wirksamwerden des Universitätsgesetzes 2002 seit Anfang 2004 bewiesen, dass sie die internen Abläufe entscheidend verbessert haben." Der Gesetzgeber, dessen Texte in vielen Fällen eine Quelle der Ineffizienz darstellen, möge sich daher bei den Versuchen zur Hebung des Wirkungsgrades in der Verwaltung ein Beispiel an den Universitäten nehmen.

So diene etwa die Quasi-Abschaffung der Studienbeiträge durch eine Unzahl von Ausnahmebestimmungen heute noch als abschreckendes Beispiel für eine missglückte Regelung, betont Sünkel. Dazu komme das Faktum, dass die Universitäten vom Bundesministerium für Wissenschaft und Forschung mit der Erstellung von Datenfriedhöfen, wie etwa Wissensbilanzen, überhäuft werden, was monatelange Vorarbeiten und spätere Nachjustierungen nach sich zieht. "Wenn die Bundesministerin der Ansicht ist, der Output an den Universitäten sei in Relation zu den Bildungsinvestitionen nicht angemessen, dann ist auch sie eingeladen, ihr eigenes Ressorts auf hebbare Effizienzpotenziale hin zu untersuchen", erklärt der uniko-Präsident. Die Universitäten können bei Bedarf gerne ihre Expertise für eine Optimierung anbieten.

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