Gleitsmann zu höherem Mindestlohn: Aufschwung am Arbeitsmarkt nicht gefährden

Beschäftigung erleichtern, nicht Arbeit verteuern - Kollektivvertragspartner führen Lohnverhandlungen

Wien (OTS/PWK685) - "Lohnverhandlungen werden nicht von Regierungsmitgliedern, sondern von den Kollektivvertragspartnern geführt", kommentiert Martin Gleitsmann, Leiter der Abteilung Sozialpolitik und Gesundheit der Wirtschaftskammer Österreich, die Forderung von Frauenministerin Heinisch-Hosek nach einer Anhebung des Mindestlohns auf 1300 Euro. Trotz der schweren Wirtschaftskrise haben Österreichs Unternehmen in den vergangenen Jahren an ihren MitarbeiterInnen festgehalten. Ein höherer Mindestlohn zum jetzigen Zeitpunkt gefährdet - Landtagswahlen hin oder her - die positive Arbeitsmarktentwicklung. Die internationale Erfahrung und Studien zeigen, dass hohe Mindestlöhne kontraproduktiv sind, weil sie Arbeitsplätze kosten. Gleitsmann verweist auch darauf, dass trotz der Krise die Löhne und Gehälter der ArbeitnehmerInnen auch 2009 gestiegen sind, während die Einkommen der Selbständigen rückläufig waren.

Zum 1. 1. 2009 wurde der zwischen Österreichischem Gewerkschaftsbund und Wirtschaftskammer Österreich vereinbarte Mindestlohn von 1.000 Euro in allen Kollektivverträgen, die von der Wirtschaftskammer und ihren Teilorganisationen abgeschlossen werden, umgesetzt. In den meisten Kollektivverträgen liegen die Mindestlöhne ohnehin über 1000 Euro. "Von einer Anhebung des Mindestlohns betroffen waren vor allem strukturschwache Branchen wie
Frisöre und Kinos, denen damit teilweise nur schwer verkraftbare Mehrkosten entstanden", weiß Gleitsmann. Nach dieser großen Belastung, der Wirtschaftskrise und angesichts der Arbeitsmarktentwicklung darf Arbeit nicht verteuert und erschwert werden. (RH)

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