Basel III-Entscheidungen: keine Entwarnung aufgrund kumulativer Belastungen

WKÖ-Pichler: "Bei der Umsetzung von Basel III auf europäische Strukturen ausreichend Rücksicht nehmen"

Wien (OTS/PWK684) - "Auch nach der Einigung der Nationalbank-Gouverneure und Aufsichtsbehörden des Basler Ausschusses steht fest, dass Basel III eine massive Anhebung der Kapitalstandards für Kreditinstitute mit sich bringen wird", sagt Herbert Pichler, Geschäftsführer der Bundessparte Bank und Versicherung der WKÖ.

Wenn durch Übergangsfristen zwar eine gewisse zeitliche Staffelung für die Zusatzverpflichtungen vorgesehen wird, "verschärfen die vorgesehenen Kapital-Puffer die Gesamtverpflichtung erheblich", so Pichler.

Es muss vor Auswirkungen all der gleichzeitigen Belastungen, die weit über den Bankenbereich hinausgehen, aufmerksam gemacht werden, die durch eine Systemreform der Einlagensicherung mit jährlichen Kosten von 400 Millionen, die Schaffung von Restrukturierungsfonds für Großbanken mit Beiträgen aller Banken außerhalb des Budgets, wie dies die deutsche Bankenabgabe vorsieht, sowie eine österreichische Bankensteuer, verkraftet werden sollen.

Für die Umsetzung auf EU-Ebene wird wichtig sein, "dass auf die europäischen Strukturen mit vielen kleinen und mittleren Banken ausreichend Rücksicht genommen wird", unterstreicht Pichler. (JR)

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