SPÖ Kärnten: Von Bildungsgärten über die Gesamtschule zum bestbezahlten Facharbeiter

Goach und Kaiser: Neue Perspektiven und die Kritik an der existenzbedrohenden FPK/ÖVP-Politik waren heute die Themen im Forum "Arbeit, Wirtschaft und Soziales".

Klagenfurt (OTS) - "Erst jetzt mit dem Start in das neue Schul-
und Kindergartenjahr bekommen die Eltern das Streichen des Gratiskindergartens der Drei- und Vierjährigen durch die FPK-ÖVP-Koalition zu spüren. Einmal mehr wird klar, die Koalition sieht in den Kindergärten eine Aufbewahrungsstätte für den Nachwuchs. Für uns sind die Betreuungseinrichtungen vielmehr das, was sie sein sollten, nämlich Bildungsgärten in denen die Kinder beim Start in ihre Ausbildungskariere gehegt und gepflegt werden müssen", kritisiert SPÖ-Landesvorsitzender LHStv. Peter Kaiser, nach der heutigen Sitzung des SPÖ-Forums "Arbeit, Wirtschaft und Soziales".

Kritik gefallen lassen müssen sich FPK-Sozialreferent LR Ragger und FPK-Familienreferent LH Dörfler auch wegen dem jüngst bekannt gewordenen Streichen der Kindergartenbeihilfe auch für soziale Härtefälle und die verspätete Einführung der Mindestsicherung des Bundes. "Die Arbeit der beiden Herren sollte sich auf das Schaffen von wirklichen Perspektiven im Land konzentrieren. Ich fordere erneut die rückwirkende Auszahlung der Mindestsicherung, die vom Bund am 1. September eingeführt wurde, in Kärnten aber erst Anfang 2011 zum Tragen kommen soll", so Kaiser.

Vor allem das zentrale Thema Schul- und Lehrlingsausbildung wurde unter dem Forumsvorsitz von AK-Präsident Günther Goach von dem Gremium aus Expertinnen und Experten erörtert. "Die Lehrlingsausbildung und die Verdienstmöglichkeiten müssen attraktiver gestaltet werden, ein Schritt in diese Richtung ist unter anderem eine fundierte Berufsorientierung im Pflichtschulbereich, die in die Stundenpläne eingebaut werden müsste", fordert Goach ein.

Goach und Kaiser sehen in der gemeinsamen Pflichtschule bzw. Erziehung, deren Beginn sie im Kindergarten ansetzen und die bis zum 15. Lebensjahr reicht, den einzigen Weg, um das qualitative Fundament für jede berufliche Ausbildung zu schaffen, und um international konkurrenzfähig zu sein. Zur Attraktivität der Beschäftigung als Facharbeiter soll die von der SPÖ forcierte und im Landtag als Antrag eingebrachte Forderung, nach der Realisierung eines Mindestlohns von 1300 Euro beitragen, was die Entlastung des Faktors Arbeit bedeuten würde. "Wenn wir sehen, dass jeder zehnte Österreicher der einer Arbeit nachgeht, es nicht schaffen kann, mit seinem Lohn sich und seine Familie aus eigener Kraft zu ernähren, müssen wir Gegenstrategien ergreifen, der Mindestlohn ist eine davon", schließen Goach und Kaiser.
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