Jugendwohlfahrt - SP-Vettermann: "Angebote werden verstärkt ausgebaut"

Wien (OTS/SPW-K) - "Die Wiener Jugendwohlfahrt hat keineswegs verschlafen", stellt heute, Montag, der Vorsitzende des Jugendausschusses, SPÖ-Gemeinderat Heinz Vettermann in einer Reaktion auf die Vorwürfe der Grünen fest. "Insgesamt wurden im vergangenen Jahr zusätzlich 20,5 Mio. Euro in den Ausbau der Betreuungsangebote für Kinder und Jugendliche investiert. Leider steigen die Anforderungen an das Jugendamt derzeit ziemlich stark. Und genau deshalb werden die Angebote verstärkt ausgebaut", unterstreicht Vettermann.

"So werden kontinuierlich neue Plätze in Wohngemeinschaften für Kinder und Jugendliche geschaffen", betont Vettermann und verweist auf die 60 zusätzlichen Plätze aus dem Jahr 2009 sowie auf 64 Plätze, die heuer neu eingerichtet wurden. Zudem wurde bereits ein neues Krisenzentrum errichtet. "Zusätzlich werden noch heuer zwei weitere spezialisierte Einrichtungen eröffnet. 'In-Go', ehemals GRUVE, ist eine niederschwellige Einrichtung für jugendliche Burschen, die in den herkömmlichen Einrichtungen, z.B. wegen hoher Gewaltbereitschaft, nicht betreubar sind. Hier werden die Jugendlichen bis zu sechs Monaten betreut, mit dem Ziel, sie danach in normale Wohngemeinschaften integrieren zu können", erklärt der Gemeinderat.

Weiters startet mit Jahresende eine Sozialpsychiatrische Wohngemeinschaft für psychische kranke Kinder und Jugendliche mit 12 Plätzen. "Dieses neue Betreuungsmodell ist auf eine maximale Aufenthaltsdauer von 1,5 Jahre ausgelegt. Es wurde vom Psychosozialen Dienst gemeinsam mit der MAG ELF entwickelt und soll bewirken, dass jene Kinder und Jugendlichen, die bisher zwischen Jugendwohlfahrt und Psychiatrie 'pendelten', eine kontinuierliche und auf sie ausgerichtete Betreuung bekommen", so Vettermann weiter.

"Die ausverhandelten Maßnahmen sehen vor, dass die Angebote diversifiziert werden, also auf spezielle Anforderungen von Kindern und Jugendlichen ausgerichtet sind. Dabei ist aber auch klar, dass nicht alle Aufgaben von Krisenzentren bewältigt werden können", betont Vettermann. "Die Erfahrungen in den bereits bestehenden, spezialisierten Einrichtungen wie der 'a-way Notschlafstelle' oder den Krisenintensivgruppen, etwa der Gruppe 'LEA' zeigen, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Natürlich werden auch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Krisenzentren unterstützt. So wird bei temporärem Überbelag eines Krisenzentrums eine Zusatzkraft für 30 Stunden zur Verfügung gestellt", so der Gemeinderat abschließend. (Schluss)

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