Schwentner: Frauenministerin fehlt Durchsetzungskraft bei Sozialpartnern

Grüne fordern gesetzlichen Mindestlohn

Wien (OTS) - "Wenn es darum geht, ihre großen Worte in konkrete Maßnahmen umzusetzen, dann geht Frauenministerin Heinisch-Hosek regelmäßig vor den Sozialpartnern in die Knie. Auch der Appell an die Sozialpartnerschaft den Mindestlohn auf 1.300 Euro anzuheben, wird wohl ungehört verhallen. Dabei hätte die Frauenministerin die Möglichkeit einen Mindestlohn per Gesetz festzulegen. Doch diese Chance zur Verbesserung der Einkommenssituation von Frauen will sie offensichtlich nicht nützen", meint Judith Schwentner, Frauensprecherin der Grünen. In 20 der 27 EU-Mitgliedsstaaten gibt es bereits einen gesetzlichen Mindestlohn. Österreich sollte auch endlich nachziehen.

"Freundliche Appelle an die Sozialpartnerschaft den Mindestlohn zu heben, kann Frauenarmut nicht verhindern. Es braucht stattdessen einen gesetzlichen Mindestlohn, der alle Berufe umfasst. Denn gerade für jene Berufsgruppen, in denen Frauen besonders wenig verdienen, z.B. als Schreibkräfte bei RechtsanwältInnen oder ÄrztInnen, kommen Kollektivverträge oft gar nicht zustande", so Schwentner. Wenn die Bitten nach einem Mindestlohn an die Adresse der Sozialpartner wirklich aussichtsreich wären, dann hätte sich die Einkommensschere in Österreich schon längst schließen müssen.

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