Diakonie: Lücken im Kinderschutz schließen!

Investitionen in Kinder und Jugendliche zahlen sich aus!

Wien (OTS) - "Krisenzentren und gut begleitete Wohngemeinschaften sind Orte zum Aufatmen und zum Wachsen für Kinder, die Gewalt oder schlimmste Vernachlässigung erlebt haben. Leider gibt es zu wenig solcher Zentren", fordert Diakonie Direktor Michael Chalupka, die "Lücken im Kinderschutz zu schließen." Insgesamt 11.000 Kinder sind bei Pflegeeltern oder in Wohngemeinschaften untergebracht, 27.000 werden zuhause in ihren Familien betreut. Das sind um vier Prozent mehr als im Jahr davor.*)

Mangelnde Betreuung und Hilfe im Kindesalter erzeugt später hohe soziale Kosten. "Kinder, Jugendliche und deren Familien brauchen Unterstützung und Hilfen, die nicht nur im äußersten Krisenfall einsetzbar sind, sondern vor allem in der Prävention greifen und besonderen familiären Belastungen vorbeugen", weist Diakonie Direktor Michael Chalupka, anlässlich der steigenden Probleme in Familien, auf die notwendigen Gegenmaßnahmen hin.

"Es geht hier nicht nur um Kosten", betont die Diakonie, "sondern um eine Investition in die Zukunft der Kinder und der Gesellschaft. Mangelnde Betreuung und Hilfe erzeugt Kosten anderswo, wenn heute vernachlässigte Jugendliche später keinen Job finden, ein höheres Krankheitsrisiko aufweisen oder in schlechte Verhältnisse oder in die Kriminalität abdriften."

Darüber hinaus ist dringend ein neues und gutes Jugendwohlfahrtsgesetz zu verabschieden, das verbindliche, bundesweit einheitliche Qualitätsstandards vorsieht. Notwendig ist zudem die Erweiterung der Betreuungsmöglichkeiten für junge Menschen über das 18. Lebensjahr hinaus, das 4-Augen-Prinzip sowie die Umsetzung der UN-Konvention über die Kinderrechte in Österreich, betont die Diakonie.

Diakonie in der Jugendwohlfahrt

Die Diakonie ist in der Unterstützung und Hilfe von Kindern in Wohngemeinschaften, Elternprojekten und ambulanten Unterstützungsmaßnahmen engagiert. So zum Beispiel mit dem Pilotprojekt "Mum Talk" oder der "Elternakademie". Bei "Mum Talk" steht der Aufbau einer sicheren Bindungsbeziehung zwischen Mutter und Kind als einem der wichtigsten Schutzfaktoren für die kindliche Entwicklung im Mittelpunkt. Eltern werden dabei begleitet, die Bedürfnisse und Signale ihrer Kinder zu erkennen und zu verstehen.

*) Jugendwohlfahrtsbericht des Familienstaatssekretariats 2010, Zahlen 2009.

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