Heinisch-Hosek: Mindestlohn auf 1.300 Euro anheben

Jede zweite Frau kommt mit ihrem Einkommen gar nicht oder nur eingeschränkt aus

Wien (OTS) - Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek macht sich für einen Mindestlohn von 1.300 Euro stark und unterstützt dabei die Forderung der GPA und der ÖGB-Frauen. "Den Mindestlohn von 1.000 auf 1.300 Euro anzuheben, ist ein wichtiger Beitrag, um die Armut zu bekämpfen und hilft vor allem Frauen", sagt Heinisch-Hosek.

Die Ministerin verweist dabei auf den vor wenigen Tagen veröffentlichten Arbeitsklimaindex, der zeige, dass jeder 10. Berufstätige in Österreich mit dem Einkommen nicht auskomme. Bei den Frauen schaue es noch schlimmer aus: Jede zweite Frau komme mit ihrem Einkommen gar nicht oder nur sehr eingeschränkt aus. "Kein Wunder, denn Frauen haben im Durchschnitt nur 1.000 Euro pro Monat zur Verfügung", so die Frauenministerin.

Der von den Kollektivvertragspartnern ausgehandelte Mindestlohn von 1000 Euro im Jahr 2008 sei ein guter und wichtiger Schritt gewesen, denn davon hätten 30.000 Menschen - vor allem Frauen - profitiert. "Jetzt ist es Zeit, den nächsten Schritt zu gehen. Ich appelliere daher an die Kollektivvertragspartner, ernsthaft über eine Anhebung des Mindestlohns auf 1.300 Euro zu verhandeln", so Heinisch-Hosek, die abschließend auch darauf verwies, dass es in Österreich rund eine Million Menschen gebe, die armutsgefährdet seien, obwohl sie berufstätig sind.

Rückfragen & Kontakt:

Pressesprecherin der Bundesministerin Gabriele Heinisch-Hosek
Mag. Dagmar Strobel
Tel.: (01) 531 15 - 2149
dagmar.strobel@bka.gv.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NBU0001