ÖSTERREICH: SP-Ministerin fordert 1.300 Euro Mindestlohn

Heinisch-Hosek: "Zeit ist reif für höheren Mindestlohn"

Wien (OTS) - Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek tritt als erstes Regierungsmitglied für einen höheren Mindestlohn ein. Sie erklärt im Gespräch mit der Tageszeitung ÖSTERREICH (Montag-Ausgabe):
"Ja ich mache mich dafür stark, dass der Mindestlohn auf 1.300 Euro angehoben wird, weil es meiner Meinung nach Zeit dafür ist - vor allem im Sinne der Frauen, von denen die Hälfte mit weniger als 1.000 Euro monatlich auskommen muss."

Auf die Frage, warum sie das bisherige Tabu, dass Regierungsmitglieder nicht in Sozialpartnerverhandlungen eingreifen, übertritt, sagt die Ministerin: "Ich mische mich nicht ein, denn ich habe volles Vertrauen etwa in den Verhandlungkurs von GPA-Chef Wolfgang Katzian, der meine Forderung teilt. Aber ich appelliere im Sinne der Frauen an die Kollektivvertragspartner, ernsthaft über eine Anhebung des Mindestlohns zu verhandeln."

In ihrem eigenen Beamtenressort sei diese Forderung großteils umgesetzt, erklärt Heinisch-Hosek: "Mit wenigen Ausnahmen wie Polizeischüler, Lehrlinge oder Praktikanten verdient man bei uns für einen Vollzeitjob mehr als 1.300 Euro brutto. Aber ich werde mich in den Verhandlungen mit der GÖD dafür stark machen, dass die Kleinverdiener bei einer etwaigen Lohnerhöhung mehr bekommen."

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