SP-Wutzlhofer zum Tag des Kindes: Verpflichtendes Kindergartenjahr bringt bessere Bildungschancen für alle Kinder

Tag des Kindes unter dem Motto: "Im Mittelpunkt die Kinder"

Wien (OTS/SPW-K) - Unter dem Motto "Im Mittelpunkt die Kinder" feiern die Wiener Kinderfreunde heute mit Familienfesten aller Bezirksorganisationen gleichzeitig an 23 Festplätzen den Welttag des Kindes. Tausende ehrenamtliche MitarbeiterInnen bereiten allen Familien Wiens einen fröhlichen Nachmittag, bei dem die Kinder im Mittelpunkt stehen.
Mit dem diesjährigen Motto transportieren die Wiener Kinderfreunde die Kernbotschaft ihres Leitbildes "Im Mittelpunkt das Kind". Denn seit mehr als 100 Jahren setzen sie sich für eine kinderfreundliche Gesellschaft und gleiche Chancen, unter Berücksichtigung der individuellen Fähigkeiten jedes einzelnen Kindes, ein.

"Dieser Tag ist ein guter Anlass, sich das Kindergartensystem in Wien genauer anzuschauen", sagt Mag. Jürgen Wutzlhofer, Landtagsabgeordneter der SPÖ, "Der Kindergarten ist nicht nur die erste, sondern auch die essentiellste Bildungseinrichtung im Leben eines Kindes. Das verpflichtende letzte Kindergartenjahr, das jetzt eingeführt wurde, ist damit ein wichtiger Schritt in Richtung Chancengleichheit für alle Kinder."
Die Unterschiede im österreichischen Bildungssystem seien teilweise groß, abhängig vom Wohnort, vom Geschlecht, von Bildung und Einkommen der Eltern. "Das wollen und müssen wir ändern", hält der SPÖ-Politiker fest. "Mit dem beitragsfreien Kindergarten haben wir im vergangenen Jahr schon einen wichtigen Grundstein dafür gelegt, mit dem verpflichtenden Kindergartenjahr kommt eine wichtige Maßnahme dazu. Nicht die Geldtasche der Eltern darf entscheiden, ob ein Kind die bessere Ausbildung bekommt. Dafür werden sich Sozialdemokratinnen und -demokraten immer einsetzen. Es ist eine traurige Tatsache, dass wir in allen diesen Fragen dem Widerstand der ÖVP gegenüberstehen. Hier sollte Christine Marek, die sich Bildung ja zum Wahlkampfthema erkoren hat, in ihrer Funktion als Staatssekretärin auch endlich aktiv werden und nicht nur mit Schlagworten um sich werfen."

Der Kindergarten in Wien sei von sehr hoher Qualität. Durch das hervorragende Angebot an Kindergärten in der Stadt werde die Vereinbarkeit von Familie und Beruf in Wien Wirklichkeit. "Außerdem haben in Wien fast 80 Prozent der Kindergärten zehn Stunden oder mehr am Tag geöffnet", sagt Wutzlhofer, "Im Österreichschnitt trifft das nicht einmal auf ein Drittel der Kindergärten zu, bei Gemeinden unter 20.000 Einwohner gerade auf knapp vier Prozent!" Das zeige, dass Kinder im ländlichen Raum weit schlechtere Chancen haben als Kinder in Wien. Die SPÖ werde das keinesfalls einfach hinnehmen: "Wir fordern ein Kindergartenrahmengesetz, das unter anderem bundesweit verbindliche Kriterien für die Öffnungszeiten von Kindergärten festlegt", betont Wutzlhofer.

Wien ruhe sich jedenfalls nicht auf seinen Lorbeeren aus, sondern baue permanent neue Kindergartenplätze aus. Allein 2010 und 2011 kommen 4000 neue Plätze dazu. "Damit wir diesen Weg weitergehen können, braucht es unbedingt weiterhin eine Förderung des Ausbaus an Kindergartenplätzen durch den Bund. Gleichzeitig muss im Sinne der Chancengleichheit der Ausbau von Kindergartenplätzen im ländlichen Raum gefördert werden. Christine Marek ist auch hier dringend angehalten, aktiv zu werden", stellt Wutzlhofer klar, "Nur reden hilft keinem einzigen Kind." (Schluss)

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