MA 48: Pilotprojekt Grüne Fassade auf der Zentrale der MA 48

Vertikalbegrünung als aktiver Beitrag zur Lebensqualität in Wien

Wien (OTS) - "Die Vorteile von grünen Fassaden liegen auf der
Hand: Sie bieten die Möglichkeit zur Begrünung im dicht bebauten Stadtgebiet, vor allem auch dort, wo aufgrund fehlenden Raumes für Wurzeln oder zu schmalen Straßen keine Baumpflanzungen möglich sind. Sie dienen als Sichtschutz, als Bienen- und Schmetterlingsweide und zur Beschattung des Gebäudes", erläutert Umweltstadträtin Ulli Sima.

Aus diesem Grund hat die Stadt Wien heuer die Förderung für die Fassadenbegrünung verdoppelt. Zugleich setzt die Stadt Wien ein eigenes Pilot-Projekt zur Fassadenbegrünung im großen Maßstab um -auf der Fassade der Zentrale der MA 48 im 5. Bezirk.

17.000 Pflanzen für mehr Grün am Gürtel

Die Zentrale der MA 48 am Gürtel wurde in Richtung Gürtel und Einsiedlergasse mit einer grünen Fassade versehen. Insgesamt wurden in den letzten Wochen auf 850 m2 Fassade ganze 2.850 Laufmeter Pflanzentröge aus Aluminium montiert. In enger Zusammenarbeit mit der BOKU und den Wiener Stadtgärten wurden aus 60 geeigneten Pflanzenarten 6 Typen ausgewählt. Eingepflanzt wurden in die Pflanzentröge rund 17.000 Pflanzen, vor allem Stauden, Gräsern und Kräutern: Immergrüne Schleifenblume, Blaugräser, Katzenminze, Federnelke, Gemeine Schafgarbe, Echter Thymian. Diese werden zwischen 15 bis 60 cm hoch , mache Pflanzen wie die Katzenminze blühen im Sommer farbenfroh.

Bewässert wird mit über 3.500 Laufmetern UV-geschützten Tropfschläuchen. 12 einzeln steuerbare Zuleitungen werden die Pflanzen mit Wasser versorgen, ein Gießvorgang dauert laut ersten Versuchen rund 10 Minuten, geplant sind 5-7 Gießvorgänge pro Woche.

Die MA 48 wird durch die Nutzung der vertikalen Flächen das große Potential zur Staubfilterung und Luftverbesserung nutzen.

Pilotprojekt: Wissenschaftliche Begleitung durch die BOKU

Das Pflanzenkleid bietet einen Regen- und Windschutz sowie einen positiven Einfluss auf die Schall- und Wärmedämmung. Das Projekt wird gemeinsam mit der MA 42 umgesetzt und von der Universität für Bodenkultur Wien und dem Institut für Meteorologie wissenschaftlich begleitet und dokumentiert, handelt es sich doch um ein Fassaden-Projekt in einer in Wien bisher noch nie dagewesenen Dimension. Die BOKU überwacht mikroklimatische Auswirkungen wie Lufttemperatur- und Feuchte vor, in und hinter der Fassade, Bodenfeuchte und abgestrahlte Wärme, weiters den Wasserhaushalt, die Bauphysikalische Wirkung und den Biomasseaufbau. Die Grünwand ist eine Entwicklung der Firma TECH METALL in Zusammenarbeit mit der Firma Dachgrün, in Begleitung mit der BOKU.

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